Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft.

Bild: © Adobe Stock/malp

Insgesamt 32 Millionen Euro erhält das Wasserstoffprojekt Hy-Five aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Baden-Württemberg. Damit hat auch das Leuchtturmprojekt H2-Grid Planungssicherheit. Es startet ab 2023 mit ersten konkreten Umsetzungen in der Region Reutlingen-Tübingen.

Dezentrale Wasserstofferzeugung im Blick

Bei H2-Grid geht es um den Aufbau dezentraler Wasserstoffanlagen in Kommunen, Quartieren, Industrie und Haushalten und einen damit verbundenen lokalen und netzdienlichen Betrieb sowie auch um die Wasserstoff-Vermarktung. Kommunale Stadtwerke der Region arbeiten Hand in Hand mit Hochschulen und Industriepartnern. Mehrere Teilprojekte ergänzen sich bei H2-Grid zu einem Gesamtsystem, gehen aber in verschiedene Richtungen. Die Vernetzung von Wasserstofferzeugung und -verbrauch und die Herstellung eines maximalen ökologischen und ökonomischen Nutzens von Wasserstoff-Infrastrukturen ist die gemeinsame Zielvorstellung.

„Das Knowhow verschiedener Akteure und die ganz unterschiedlichen Blickrichtungen auf das komplexe Thema Wasserstoff bringen dem Leuchtturmprojekt H2-Grid wertvolle Impulse“, lässt sich Achim Kötzle, Generalbevollmächtigter für Netze und Konzessionen der Stadtwerke Tübingen (swt), stellvertretend für die Projektgruppe H2-Grid in einer Pressemitteilung zitieren. „Neben der H2-Produktion soll vor allem die konkrete und alltagstaugliche Nutzung von Wasserstoff im Vordergrund stehen.“ Es müsse darum gehen zu lernen, dass Wasserstoff immer dann aus erneuerbarem Strom produziert werden soll, wenn viel Wind weht und die Sonne scheint. „So entlasten wir unsere Stromnetze. Die Forschung zu H2 stellt dabei ein wesentliches Fundament dar.“

Aus Wasserstoff wird Wärme

Die Akteure von H2-Grid planen die Installation von Elektrolyseuren – in unterschiedlichen Größen von 5 bis 500 Kilowatt (kW) – mit dazugehörigen Entnahmestellen in der Region. Die am Projekt beteiligten Hochschulen untersuchen unter anderem auch die Wirtschaftlichkeit und den Betrieb insbesondere kleiner Elektrolyseure. Mehrere Stadtwerke verfolgen dabei den Ansatz, Elektrolyseure nach Möglichkeit in ein Nahwärmenetz einzubinden und dadurch auch für die Nahwärmeversorgung einzusetzen. (amo)

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