Fünf große Lastwagen betanken ("bebunkern") im Hafen von Brunsbüttel einen 116 Meter langen Saugbagger mit LNG.

Fünf große Lastwagen betanken ("bebunkern") im Hafen von Brunsbüttel einen 116 Meter langen Saugbagger mit LNG.

Bild: © Schramm Group

Die künftige Betreibergesellschaft und Uniper-Tochter LTW unterzeichnete einen Vertrag zum Bau und Charter des Terminalschiffs in Wilhelmshaven. Dieses sei die Kernanlage und soll die Anlandung, Speicherung und Wiederverdampfung von LNG für den deutschen Markt ermöglichen, wie Uniper am Dienstag weiter mitteilte. Der Vertrag wurde mit dem japanischen Schiff-Transportunternehmen MOL geschlossen.

Allerdings ist die Realisierung des schwimmenden Terminals für Flüssigerdgas vor der Küste Wilhelmshavens noch nicht beschlossene Sache - erst dann soll das rund 350 Meter lange Schiff in Südkorea gebaut werden. Voraussichtlich im Sommer will Uniper in einem Ausschreibungs-Prozess das verbindlich geäußerte Interesse potenzieller Kunden prüfen. In welchem Jahr das Terminal realisiert werden könnte, dazu wollte ein Sprecher des Düsseldorfer Konzerns keine Aussage machen. 

Private Investoren planen mehrere LNG-Terminals

Zuletzt hatte durch die Entdeckung eines schützenswerten Biotiops für Muscheln, Würmer und Kleinstlebewesen Verzögerungen gedroht. Die Ergebnisse einer von Uniper in Auftrag gegebenen Untersuchung zu Auswirkungen auf diesen Lebensraum liegen noch nicht vor, wie der Unternehmenssprecher sagte. 

In Deutschland gibt es noch keinen Importterminal. Private Investoren planen mit Rückendeckung der Politik aus Berlin LNG-Terminals in Brunsbüttel, Stade, Wilhelmshaven und in kleinerem Maßstab in Rostock. (dpa/hil)

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