Wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) mitteilte wurde das Ausschreibungvolumen für KWK-Anlagen zum Gebotstermin 2. Dezember 2019 nicht ausgeschöpft. Zu der ausgeschriebenen Menge von 80,092 MW wurden 13 Gebote mit einem Volumen von 58,262 MW eingereicht.
Ein Gebot musste vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen werden, da es den formalen Anforderungen nicht genügte, so die BNetzA. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert lag bei 5,12 ct/kWh und ist der höchste aller bisherigen Ausschreibungsrunden, so die Bundesbehörde.
Ausschreibungen für iKWK erstmals überzeichnet
Zur ausgeschriebenen Menge von 25 MW für innovative KWK-Systeme wurden zehn Gebote mit einem Volumen von 43,101 MW eingereicht. Damit war die Ausschreibung für innovative KWK-Systeme erstmalig überzeichnet. Wie bei den KWK-Anlagen musste ebenfalls ein Gebot aus formalen Gründen vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen werden.
Von den neun zulässigen Geboten konnte für fünf ein Zuschlag erteilt werden. Die Zuschlagswerte lagen zwischen 9,38 ct/kWh und 11,20 ct/kWh. Das letzte, teilweise im Ausschreibungsvolumen liegende Gebot konnte nicht bezuschlagt werden, da es zum größeren Teil die ausgeschriebene Menge überstieg. Die ausgeschriebene Menge konnte daher mit 20,514 MW nur teilweise ausgeschöpft werden.
VKU: "Brauchen zuverlässige Rahmenbedingungen für KWK"
"Ein zügiger Ausbau der Gas-KWK ist zentrale Voraussetzung für den geplanten Kohleausstieg, wenn die Versorgungssicherheit gewährleistet werden soll. Die erhebliche Unterdeckung der regulären KWK-Ausschreibung zeigt leider: Der Ausbau geht nur mühsam voran. Wir brauchen zuverlässige Rahmenbedingungen. Daher muss die Bundesregierung endlich die Hängepartie um das Kohleausstiegsgesetz beenden und zusätzlich eine umfassende KWK-Novelle für das kommende Jahr vorbereiten", so der stellvertretende VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels.
Ein gutes Zeichen sei allerdings, dass die Ausschreibung der innovativen KWK erstmals überzeichnet ist. "Es gibt offenbar einen funktionierenden Wettbewerb um neue, innovative Lösungen. Die Überzeichnung macht aber auch deutlich, dass es nun innovative Projekte mit erneuerbarer Wärme gibt, die nicht umgesetzt werden können. Deswegen brauchen wir dringend einen verlässlichen Förderrahmen für erneuerbare Wärme. Das Ergebnis belegt außerdem: Die Stadtwerke sind die Treiber des KWK-Ausbaus in Deutschland. Beide Ausschreibungssegmente werden von ihnen dominiert." (pm)
Die Zuschläge der Ausschreibungen für KWK-Anlagen sind unter www.bundesnetzagentur.de/kwk-ausschreibung19-2 und für iKWK-Systeme unter www.bundesnetzagentur.de/ikwk-ausschreibung19-2 veröffentlicht. (pm)
