Hansewerk in Hamburg hat jüngst ein J612-Jenbacher-Aggregat mit 8,4 MW Gesamtleistung installiert.

Hansewerk in Hamburg hat jüngst ein J612-Jenbacher-Aggregat mit 8,4 MW Gesamtleistung installiert.

Bild: © Jenbacher

Drei große Forderungen vertritt die Biogaspartnerschaft, die die Dena koordiniert: Der Primärenergiefaktor von erneuerbarem Gas muss nach unten dotiert werden, der KWK-Einsatz muss steigen und Emissionsgrenzwerte für die Fernwärmeversorgung sollen ihr Übriges für die Popularität von Biogas tun.

Besonders im Wärmemarkt kommt die Energiewende nur schleppend voran. Der Anteil der Erneuerbaren am Wärmeverbrauch stagniert seit 2014 bei rund 13 Prozent, was ungefähr 162 Mrd. kWh entspricht. Biomethan schneidet dabei mit 3,8 Mrd. kWh und zwei Prozent am zweitschlechtesten ab – nur biogene Flüssigbrennstoffe werden noch weniger für eine warme Wohnung genutzt.

Primärenergiefaktor senken, KWK-Einsatz stärken

Eine Möglichkeit um die Attraktivität von grünem Gas zu stärken ist seinen Primärenergiefaktor runter zu schrauben. Bis jetzt wird Biomethan wie fossiles Gas mit einem Wert von 1,1 bewertet, wenn es über das Erdgasnetz transportiert wird. Fallen Erzeugung und Verbrauch zusammen, kann ein Wert von 0,5 angegeben werden. Da das aber praktisch nie der Fall ist, kann der Biobrennstoff seine Umweltvorteile gegenüber seinem fossilen Verwandten nicht ausspielen. Daher plädieren die Biogaspartner, wie Steag, DVGW, Erdgas Schwaben, Eon oder Thüga für einen Effizienzfaktor von 0,36. Da die Wohnungswirtschaft und alle Häuslebauer einen bestimmten Primärenergiebedarf einhalten müssen, sind Energieträger umso gefragter, je geringen ihr Faktor ausfällt.

Zudem soll eine Emissionsobergrenze für Fernwärmelieferungen Biogas aus dem Schatten verhelfen und der Einsatz von Biomethan in KWK-Anlagen im Rahmen des geplanten Gebäudeenergiegesetzes speziell gefördert werden. (ls)

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