Geothermie könnte zukünftig einen großen Teil der Wärmeversorgung in Wilhelmsburg übernehmen.

Geothermie könnte zukünftig einen großen Teil der Wärmeversorgung in Wilhelmsburg übernehmen.

Bild: © WestPic/Adobe Stock

Egal welche Verband der Erneuerbaren-Energie-Wirtschaft, sie alle mahnen die Bundesregierung zu schnellem Handeln, was die Umsetzung des Klimapakets und die Neuregelungen im EEG betrifft. Auch der Bundeverband Geothermie (BVG)drängt auf eine stärkere Forcierung auf die Erdwärme, bislang gilt diese als die am wenigsten genutzte Erneuerbaren-Quelle. Stellschraube damit sich das ändert, ist vor allem das Förderregime.

Die wichtigste Maßnahme ist eine Anpassung des Degressionsmechanismus und die Beibehaltung des aktuellen Strompreises von 25,2 Cent pro kWh. Im aktuellen EEG ist eine kalendergesteuerte Degression von fünf Prozent ab 2021 vorgesehen.

Degression an Ausbauziel koppeln

Dies macht Geothermie-Projekte wegen der gegebenen langen Realisierungszeiten für Unternehmen wirtschaftlich unkalkulierbar und somit deutlich weniger attraktiv. Daher schlägt der BVG stattdessen eine Degression gekoppelt an das Ausbauziel von 100 MW Strom vor, wie sie auch bei anderen Erneuerbaren Energien zum Tragen kommt.

Durch gezielte Fördermechanismen wie beispielsweise einen Flexibilitätszuschlag wie bei Biogas können gleichzeitig EEG-Zuwendungen eingespart werden. Eine Förderung von Projekten, die gleichzeitig Strom und Wärme oder Kälte produzieren würde zusätzlich zur Wärmewende beigetragen.

Bürokratische Hürden abbauen

Ein Programm zur Kreditrisikoabsicherung, ähnlich des KfW-Programmes „Fündigkeitsrisiko Tiefe Geothermie“, verkürze die Projektentwicklungszeiten und senke die Stromgestehungskosten, so der BVG. Auch der Abbau bürokratischer Hürden, beispielsweise bei Genehmigungsverfahren, sowie zusätzliche Anreize im Bereich Forschung und Technik können maßgeblich zur Verbesserung der Situation der Tiefen Geothermie in Deutschland beitragen. (ls)

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