Die Zahl der Erdwärmeanlagen in Niedersachsen wächst.

Die Zahl der Erdwärmeanlagen in Niedersachsen wächst.

Bild: © Stockwerk Fotodesign/AdobeStock

Bis zu 30 MW regenerative, grundlastfähige Geothermie-Leistung soll ab 2026 für die Fernwärmeversorgung in der Hannover zur Verfügung stehen. Damit diese dann auch bei den Kunden ankommt, haben die Enercity und Eavor am Freitag einen Wärmeliefervertrag unterzeichnet.

Eavor ist ein Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen und Kanada und hat eine völlig neue Methode entwickelt, um Tiefenwärme zu nutzen. Für den sogenannten Eavor Loop wird in bis zu 3000 Metern Tiefe gebohrt, um in Schleifen verlaufende, horizontale Schächte anzulegen. In dem in sich geschlossenen System zirkuliert dann ein speziell eingebrachtes Arbeitsmedium – ein natürliches hydrothermisches Vorkommen ist damit nicht mehr notwendig.

15 bis 20 Prozent der Fernwärme sollen geothermisch gedeckt werden

Wo gebohrt wird, kann später tatsächlich Energie erzeugt werden – das Fündigkeitsrisiko, was oft eine Herausforderung für Tiefengeothermie ist, fällt damit weg.

In Hannover sollen etwa 15 bis 20 Prozent des Fernwärmebedarfs künftig über die Geothermie gedeckt werden. Das entspricht etwa 250 Mio. kWh und somit etwa dem Wärmebedarf von 20.000 Haushalten.

Inbetriebnahme für 2026 geplant 

Der langfristige Wärmeliefervertrag der beiden Unternehmen ist eine wichtige Voraussetzung für weitere Schritte des Projekts. Dazu gehört zum Beispiel die Erteilung der bergrechtlichen Genehmigungen für das Vorhaben. Die konkreten Bohrarbeiten von Eavor sollen 2025 starten.

Sobald die erste Bohrung Wärme liefert, wird Enercity mit dem Bau einer neuen Fernwärmeleitung zum Standort starten. Die Inbetriebnahme der Tiefengeothermie-Anlage soll 2026 schrittweise erfolgen. (lm)

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