Der gigantische Bohrkopf der Hamburger Energiewerke wird mit einem Kran in einen Schacht für den Fernwärme-Tunnelbau gehoben.

Der gigantische Bohrkopf der Hamburger Energiewerke wird mit einem Kran in einen Schacht für den Fernwärme-Tunnelbau gehoben.

Bild: © Daniel Bockwoldt/dpa

Der Bau des Hamburger Fernwärmetunnels unter der Elbe hat eine wichtige Hürde genommen. Am Donnerstag wurde der 36 Tonnen schwere Bohrschild mit einem 500-Tonnen-Kran in den vorbereiteten Schacht im Stadtteil Waltershof hinabgelassen, wie eine Sprecherin der Hamburger Energiewerke sagte. Von Anfang November an soll sich das Schneidrad mit einem Durchmesser von 4,5 Metern dann in rund 30 Metern Tiefe knapp 1,2 Kilometer zum Hindenburgpark im Stadtteil Othmarschen vorarbeiten. Dort ankommen soll es in knapp einem Jahr.

Von 2025 an sollen mehr als 100 000 Haushalte über den begehbaren Tunnel mit Wärme versorgt werden. In ihm sollen eine Warm- und eine Kaltwasserleitung mit einem Durchmesser von jeweils 80 Zentimetern verlegt werden. Der Tunnel soll mit 72 Mio. Euro zu Buche schlagen. Die Kosten der gesamten Elbtrasse bezifferte der Senat Anfang Juni mit 280 Mio. Euro.

Wärme aus neuem Gas- und Dampfkraftwerk und industrielle Abwärme 

2025 soll auch der Energiepark im Hafen mit seinem hochmodernen Gas- und Dampf-Kraftwerk fertig sein und das alte Kohleheizkraftwerk in Wedel ersetzen. Der Anteil der klimaneutralen Wärme soll dort dann bei 55 Prozent liegen. Im Energiepark laufen die Leitungen für die industrielle Abwärme aus Betrieben wie dem Stahlwerk von ArcelorMittal, der Müllverwertungsanlage am Rugenberger Damm und aus dem Klärwerk Dradenau zusammen. (dpa/lm)

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