Die Fernwärme stellt eine Win-win-Situation für beide Partner dar: AOK-Direktor Heinrich Hecht (links) und Andreas Voigt, Geschäftsführer der Freisinger Stadtwerke.

Die Fernwärme stellt eine Win-win-Situation für beide Partner dar: AOK-Direktor Heinrich Hecht (links) und Andreas Voigt, Geschäftsführer der Freisinger Stadtwerke.

Bild: © Stadtwerke Freising

Die Stadt Freising gestaltet die Innenstadt neu und barrierefrei. Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen verlegen die Freisinger Stadtwerke auch neue Fernwärmeversorgungsleitungen, um in der Stadt eine zukunftsfähige Wärmeversorgung bieten zu können.

Nun hat das kommunale Unternehmen mit der AOK einen großen Wärmekunden gewonnen.  „Für uns kommt der Ausbau der Fernwärme genau zur rechten Zeit", sagt AOK-Direktor Heinrich Hecht. „Wir sind gerade dabei, unser Gebäude auf den notwendigen brandschutztechnischen Standard zu bringen.“  Da das Fernwärmenetz noch nicht ganz fertig ist, wird vorrübergehend auf dem Gelände der AOK eine mobile Heizzentrale errichtet. „Es handelt sich um eine Win-win-Situation", so Andreas Voigt, Geschäftsführer der Freisinger Stadtwerke. „Wir freuen uns über einen großen Wärmekunden und nutzen das Gelände der AOK.“

Im Zuge der Sanierung werden alle Sparten erneuert

Im Zuge der derzeit laufenden Innenstadtsanierung werden alle Sparten erneuert und ein neues Wärmenetz aufgebaut. Geplant sind circa 1,5 Kilometer Wärmerohrleitungsnetz (mit Vor- und Rücklauf). In diesem Jahr werden knapp 500 Meter Kunststoffmantelrohr (KMR) 200/315 und 200 Meter KMR 150/250 verbaut. Die ersten Bauabschnitte gehen bis Ende Oktober 2018 in Betrieb. In den kommenden Jahren folgen noch weitere. Diese werden vorerst mit zwei mobilen Heizcontainern (jeweils 600 kW) versorgt.

Das Wärmenetz soll langfristig über regenerative Energien versorgt werden. Bis zum Ende des kommenden Jahres sollen die einzelnen Bauabschnitte über das bestehende Wärmenetz versorgt werden, welches bereits die Wärme über Kraft-Wärme-Kopplung aus einem hocheffizienten Kraftwert gewinnt, hieß es von Seiten des Stadtwerks. Der Primärenergiefaktor liege dabei unter 0,5. Um auch ein zukunftsfähiges Netz in der Freisinger Innenstadt aufzubauen, wurde ein Temperaturniveau mit maximal 90 Grad Celsius gewählt, was weit unter dem Temperaturniveau herkömmlicher Fernwärmenetze liege. (al) 
 

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