Wer mit Öl heizt, musste in den vergangenen Monaten so viel zahlen wie lange nicht mehr: Nachdem die Ölpreise im Oktober einen neuen Höchststand erreichten, wartete der Dezember mit einer kurzfristigen Entspannung auf. Im Januar war davon allerdings nichts mehr zu spüren.
Im Oktober 2018 kosteten 2000 Liter Heizöl durchschnittlich 1676 Euro. Bis Dezember ging der Spitzenwert auf 1373 Euro zurück. Laut dem Vergleichsportal Check 24, das die Ölpreise regelmäßig analysiert, resultierte die Berg- und Talfahrt Ende vergangenen Jahres aus der ablaufenden Weltkonjunktur und der Förderoffensive von Russland und den USA.
Gas 18 Prozent billiger als Öl
Dass der Januar preislich wieder angezogen hat, ist der Begrenzung der Fördermengen geschuldet, auf die sich die Opec-Staaten geeinigt haben. Insbesondere Saudi-Arabien exportierte zuletzt deutlich weniger Rohöl. Insgesamt zahlte ein Haushalt von September 2018 bis Januar 2019 804 Euro und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Im Vergleich dazu sind die Gaspreise nicht nur konstant geblieben, sondern sogar billiger geworden: Der durchschnittliche Haushalt zahlte im betrachteten Zeitraum nur 695 Euro für seine Gasheizung. Das sind 18 Prozent weniger als die Kosten, die in Haushalten mit Ölheizung anfallen.
Gasheizung ist Spitzenreiter im Wärmemarkt
Dank ihrer Kostenvorteile schaffte es die Gasheizung im vergangenen Jahr erneut auf Platz eins der beliebtesten Systeme im Wärmemarkt. Über 75 Prozent der Bauherren entschieden sich beim Neubau oder der Sanierung für die Gasbrennwerttechnik, so die aktuellen Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie. Beim Anteil an neu installierten Geräten toppt die Gasheizung ihren bisherigen Spitzenwert von 63 Prozent um vier Prozentpunkte. (ls)

