Gas dominiert den Wärmemarkt: Auf Gas basierende Heizsysteme sind mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent marktführend im Gebäudebestand.

Gas dominiert den Wärmemarkt: Auf Gas basierende Heizsysteme sind mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent marktführend im Gebäudebestand.

Bild: © Ole Spata/dpa

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online hat ihren Heizspiegel 2022 veröffentlicht: Hierfür wurden mehr als 250.000 Energierechnungen und Heizkostenabrechnungen ausgewertet. Das Ergebnis: Ein durchschnittlicher Haushalt im Mehrfamilienhaushalt (70-qm-Wohnung) musste vergangenes Jahr fürs Heizen mit Gas 1475 Euro bezahlen. Das sind 80 Prozent mehr als 2021.

Auch die Heizkosten für Holzpellets (+ 81 Prozent), Wärmepumpe (+ 50 Prozent) und Heizöl (+ 48 Prozent) sind deutlich gestiegen. Fernwärme ist dagegen nur leicht teurer geworden (+ 5 Prozent).  Das deutlich wärmere Wetter im Winter und die Soforthilfe im Dezember konnten den Kostenanstieg durch die Energiekrise nur geringfügig abmildern.

Fernwärmepreise steigen 

Für das laufende Jahr erwartet CO2online leicht niedrigere Heizkosten, weil die Energiepreise wieder sinken. Laut der Auswertung wird Heizen mit Gas gegenüber 2022 um elf Prozent günstiger. Die Kosten fürs Heizen mit Holzpellets (- 17 Prozent) und Heizöl (- 19 Prozent) gehen ebenfalls zurück. 

Am stärksten sinken die Kosten fürs Heizen mit Wärmepumpe (- 20 Prozent). Grund dafür ist ein wieder größeres Angebot an Wärmepumpen-Stromtarifen. Lediglich für Fernwärme werden Kunden 2023 voraussichtlich mehr bezahlen müssen (+ zehn Prozent). Insgesamt liegen die Preise in allen Segmenten über dem Vorkrisen-Niveau.

22 Mrd. Euro Sparpotenzial 

CO2online rät dementsprechend zum Energiesparen und rechnet die möglichen Einsparpotenziale hoch: 90 Prozent aller Haushalte können durch Verhaltensänderung und Modernisierung Heizenergie sparen – in einem durchschnittlichen Haushalt bis zu 1.270 Euro. Deutschlandweit sind Einsparungen von 22 Mrd. Euro pro Jahr möglich. (lm)

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