Auf dem Dena-Energiewende-Kongress betont Thorsten Herdan, Leiter der Abteilung II Energiepolitik – Wärme und Effizienz im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), die Bedeutung des Klimapakets und dessen Wirkung auf das Gelingen der Wärmewende. Die Einführung des CO2-Bepreisungssystems wäre das richtige Mittel um den Markt in die Lage zu versetzen, technologieoffen den Wärmesektor langfristig auf klimafreundlich umzustellen.
Zusätzlich würden die noch abzustimmenden Förderprogramme nun endlich den Impuls geben, deutschlandweit eine Sanierungswelle bei Heizungen anzuregen. Sicher sei schon, dass es ab 1. Januar 2020 erstmal pauschal auf jede Heizungssanierung zehn Prozent Investitionskostenzuschuss geben wird, so Herdan. Auch die Gasheizungen, die "renewables-ready" sind, sollen bezuschusst werden. Um es dem Bürger so einfach wie möglich zu machen, soll ein Online-Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möglich sein.
Förderung von hybriden und erneuerbaren Heizungen noch unklar
Noch unklar ist, mit wieviel Prozent sich der Bund am Einbau von hybriden (30 bis 40 Prozent) und an erneuerbaren (35 bis 45 Prozent) Heizungen beteiligen wird. Klar sei aber, "dass wir in der Spitze viermal so viel Investitionskostenzuschuss geben werden wie bisher." Auf die Frage warum nicht auch effizientere Ölheizungen gefördert werden, antwortet Herdan, dass die Förderung nun mal für zukunftsfähige Heizungen gelten soll. Sonst würde man jetzt etwas fördern, das zwar kurzfristig CO2-Einsparungen bringe, in einigen Jahren aber wahrscheinlich wieder ausgetauscht werden müsste.
Auch auf das Thema Fernwärme kommt Herdan zu sprechen. Im nächsten Jahr müsse man sich konkret überlegen, wie der Kohleausstieg mit einer Neuordnung der Fernwärmenetze verzahnt werden kann. Ein reines Umstellen auf Gas bringe zwar direkte Vorteile und sei auch ein Übergang. Ziel müsse aber sein, die Wärmenetze langfristig für die Erneuerbaren vorzubereiten. (pm)



