Energiekonzern Uniper leidet zunehmend unter den russischen Gaslieferkürzungen.

Energiekonzern Uniper leidet zunehmend unter den russischen Gaslieferkürzungen.

Bild: © Matthias Balk/dpa

In Herne ist ein Pilotprojekt zur Einbindung von industrieller Abwärme in das Fernwärmenetz gestartet: Soweit nicht ungewöhnlich, außer, dass dort eine Hochtemperatur-Wärmepumpe zum Einsatz kommen soll.

Uniper plant am Standort des Spezialchemie-Konzerns Evonik industrielle Niedrigtemperatur-Abwärme auf ein Temperaturniveau von über 100 Grad Celsius anzuheben. Die Abwärme soll dann direkt in das bereits vor Ort bestehende Fernwärmenetz eingespeist werden und so rund 1000 Haushalte mit Wärme versorgen.

1750 Tonnen CO2 weniger 

Uniper geht durch die Nutzung der industriellen Abwärme von einer CO2-Einsparung in Höhe von 1750 Tonnen pro Jahr aus. Neben den enormen Temperaturunterschieden mit denen die Wärmepumpen arbeiten soll, ist auch die geplante Kopplung mit dem Strommarkt eine Innovation.

„Ich freue mich sehr, dass mit diesem Projekt für uns ein weiterer Meilenstein auf unserem Wärmetransformationspfad in Richtung CO2 Einsparung getan ist. Mit dem Start dieses Pilotprojekts sorgen wir auch in Zukunft für die Versorgungssicherheit unserer Fernwärme-Kunden. Gemeinsam mit Evonik gehen wir einen spannenden und herausfordernden Schritt hin zur Dekarbonisierung unserer Wärmeerzeugung“, sagte die Geschäftsführerin Jenny Banczyk, Uniper Wärme GmbH zum Projektstart. (lm)

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