Die nächste iKWK-Anlage soll eine Kombination mit Solarthermie und Wärmepumpe werden. (Symbolbild)

Die nächste iKWK-Anlage soll eine Kombination mit Solarthermie und Wärmepumpe werden. (Symbolbild)

Bild: © fovito/AdobeStock

Die Stadtwerke in Sondershausen errichten eine innovative Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage (iKWK). Gefördert werden sie im Rahmen der jährlich stattfindenden Ausschreibung der Bundesnetzagentur. Teil des iKWK-System ist neben einer KWK-Annlage, welche Strom und Wärme parallel produziert, eine Solarthermie-Großanlage, teilen die Stadtwerke mit.

Die an Tagen mit hinreichend hoher solarer Strahlung erzeugte Wärme wird dann in das Fernwärmenetz der Stadtwerke eingespeist. An besonders sonnenreichen Sommertagen kann überschüssige Energie zwischengespeichert werden. Zu diesem Zweck wird ein Wärmespeicher mit 1.000 Kubikmeter Wasserinhalt aufgestellt. Im Winter wird dieser dann zusätzlich genutzt, um Wärme aus dem nahegelegenen Blockheizkraftwerk (BHKW) am Standort Östertal, welches ebenfalls Teil des iKWK-Systems ist, zu speichern.

Die Technik im Detail

Die Projektplanungen starteten Anfang letzten Jahres. Am Alt-Standort Östertalschule wird dazu  ein neues BHKW mit einer elektrischen Leistung von 1,56 Megawatt errichtet. Hinzu kommt eine Powerto-Heat-Anlage (PtH) mit 600 Kilowatt elektrischer Leistung, welche aus überschüssigem Strom ebenfalls Wärme erzeugt. Der hierfür notwendige Umbau der Gebäudehülle im Östertal ist bereits erfolgt. Am Standort „Am Schwichensberge“ entsteht die neue Solarthermieanlage mit einer Bruttokollektorfläche von ca. 6.000 m² und dem beschriebenen Wärmespeicher. Beide Standorte sind durch eine 650 Meter lange und bereits fertiggestellte Verbindungstrasse verbunden.

Die Fertigstellung des iKWK-Systems (PtH, BHKW, Solarthermie) ist für das Frühjahr 2023 geplant. Der Standort „Auf dem Schwichensberge“ mit dem dazugehörigen Gebäude (ehem. Markt) soll in den kommenden Jahren kontinuierlich weiterentwickelt werden. Das neue Solarheizwerk mit einer Leistung von 4,7 Megawatt trägt damit maßgeblich zur sicheren und nachhaltigen Fernwärmeversorgung bei. Die so erzeugten 3,5 Mio. Kilowattstunden Wärme entsprechen dem jährlichen Verbrauch von ca. 550 Wohnungen. (gun)

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