Spektakuläres Beispiel für geothermische Aktivität im Yellowstone Nationalpark, USA

Spektakuläres Beispiel für geothermische Aktivität im Yellowstone Nationalpark, USA

Bild: © Delpixel/Shutterstock

Was lange währt wird im Fall von Altdorf vorerst nicht gut: Bereits seit über 15 Jahren dreht sich im niederbayerischen Markt alles um die Geothermiebohrungen. Nachdem zwei Vorstöße in das Erdreich erfolgreich waren und als Energiequelle betrieben werden können, findet sich nun kein Betreiber. Ändert sich daran nichts, versinke das Projekt mit sechs bis sieben Mio. Euro in den Miesen, erklärt Oberbürgermeister Helmut Maier gegenüber der ZfK.

Ursprünglich sollte die Steag, die bereits einen Geothermiestandort in Erding betreibt, das Feld übernehmen, allerdings nur wenn eine Mindestanschlussleistung von neun MW erreicht wird. Das sei nun nicht mehr der Fall, so Maier weiter. Zwar haben sich einige Altdorfer für die Versorgung mittels Geothermie interessiert, aber eben nicht genug. Schuld daran sei unter anderem der Energiemarkt, der sich im Laufe der Jahre verändert hat. Vor allem die niedrigen Heizölpreise hätten dem Projekt den Garaus gemacht, so Maier.

Fernwärmenetz noch nicht gebaut

Über ein neu gebautes Fernwärmenetz hätte die Tiefenwärme Wohnquartiere und Gewerbekunden versorgen sollen. Die dafür notwendige Netzinfrastruktur wäre erst noch gebaut und dann an die Steag verpachtet worden, so hätte das Projekt refinanziert werden sollen. Noch ist in Altdorf aber nicht aller Tage Abend, denn ob und wie man nun einen neuen Betreiber sucht, müsse noch sondiert werden, resümiert der Oberbürgermeister. Prinzipiell sind die 2008 und 2012 durchgeführten Bohrungen jederzeit einsatzbereit.  (ls)

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