Vertreter der Energiedienst AG und der Stadt Rheinfelden bei der Unterzeichnung des "Letter of Intent"

Vertreter der Energiedienst AG und der Stadt Rheinfelden bei der Unterzeichnung des "Letter of Intent"

Bild: © Energiedienst AG

Die Stadtwerke Rheinfelden (Baden) und Energiedienst wollen bei der Nahwärmeversorgung in Rheinfelden langfristig zusammenarbeiten. Der Gemeinderat der Stadt habe einer entsprechenden Absichtserklärung („Letter of intent“) zugestimmt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die eigentlichen Vertragsverhandlungen sollen demnach in Kürze aufgenommen und der Vertrag zügig abgeschlossen werden.

Die Stadtwerke Rheinfelden (Baden), ein Eigenbetrieb der Stadt, betreiben und erweitern seit 2015 ein Wärmenetz in Rheinfelden. Bisher konnten rund acht Kilometer Wärmeleitungen durch die Stadtwerke realisiert werden. Seit 2017 baut Energiedienst im Bereich Grendelmatt ebenfalls ein Wärmenetz auf und erweitert dies laufend.

Netze miteinander verbinden

Beide Netze sollen nun verbunden und einheitlich gesteuert werden. Dazu sollen einheitliche Standards für Hausanschlüsse, Übergabestationen und Einspeisepunkte geschaffen werden. Zukünftig wird die Hauptlast beider Wärmenetze über die Nutzung industrieller Abwärme aus dem Werk von Evonik getragen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nach Überzeugung von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt biete die Kooperation die Chance, das gesamte Stadtgebiet mit Nahwärme zu versorgen. Sowohl Tobias Obert, Betriebsleiter der Stadtwerke Rheinfelden, als auch Klaus Nerz, Leiter Wärme- und Energielösungen bei Energiedienst, sind davon überzeugt, dass Nahwärme ein wachsender Markt sei. Schließlich werde Heizen mit fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas immer teurer.

Über die Gemeindegrenzen hinaus denken

Mittelfristig streben die Partner einen Wärmeverbund am Hochrhein an. Energiedienst erstellt laut der Mitteilung derzeit eine Machbarkeitsstudie für das Gebiet zwischen Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen. Untersucht werden mögliche Lieferanten von Abwärme in der regionalen Industrie, Leitungsstrecken, der Anschluss von Wohn- und Gewerbegebieten sowie die Wirtschaftlichkeit. In dieselbe Richtung gehen die durch den Landkreis Lörrach gestarteten Wärmeplanungen für den gesamten Landkreis. (amo)

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