Die Zahl der Erdwärmeanlagen in Niedersachsen wächst.

Die Zahl der Erdwärmeanlagen in Niedersachsen wächst.

Bild: © Stockwerk Fotodesign/AdobeStock

In Werther im Landkreis Nordhausen wurde am Wochenende das erste kalte Nahwärmenetz Thüringens in Betrieb genommen. Ein geothermischer Erdkollektor versorgt seither das Wohngebiet Lehmkuhle mit 33 Wohnhäusern.

Ein Wasser-Glykol-Gemisch wird in dem 8000 Quadratmeter großen Kollektorfeld durch die Umgebungswärme auf Temperaturen zwischen acht und zehn Grad Celsius gebracht. Sole-Wasser-Wärmpumpen in den einzelnen Wohnhäusern sorgen anschließend für die richtigen Vorlauftemperaturen für Heizung und Warmwasser.

Bürgerenergiegenossenschaft hat investiert 

Der Clou an der Kombination aus oberflächennaher Erdwärme und Wärmpumpen: Im Sommer kann das System zur Gebäudekühlung eingesetzt werden, überschüssige Wärme wird dann einfach zurück in das Kollektorfeld geleitet.

Betrieben wird das Versorgungsnetz und der Erdkollektor mit einer Fläche von 8000 Quadratmetern von der TEAG-Tochter Thüringer Wärmeservice (TWS). Damit das Projekt realisiert werden konnte, haben die Bürger*innen vor Ort eine Bürgerenergiegenossenschaft gegründet und 330.000 Euro investiert.  Außerdem hat sich das Umweltministerium über das Förderprogramm „Green Invest“ mit rund 140.000 Euro an dem Vorhaben beteiligt. (lm)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper