Mittlerweile sind nahezu alle Stromzähler im Hamburger Hafen umgerüstet, so dass sich Stunden- oder 15-Minuten-Werte übertragen lassen.

Mittlerweile sind nahezu alle Stromzähler im Hamburger Hafen umgerüstet, so dass sich Stunden- oder 15-Minuten-Werte übertragen lassen.

Bild: © Jonas Weinitschke/AdobeStock

In einem letzten Schritt sei das Fernwärmenetz nach fast zwei Jahren zur Gänze aus dem Vattenfall-Konzern herausgelöst worden, teilte Hamburg Wärme am Mittwoch mit. Der sogenannte Carve-Out sei mit Kosten in Höhe von rund 42 Mio. Euro um 14 Mio. Euro günstiger ausgefallen als veranschlagt. Ursprünglich waren vor allem hohe IT-Kosten befürchtet worden.

"Mit diesem Schritt ist der Rückkauf der Energienetze abgeschlossen", sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Hamburg verfüge nun wieder vollständig über die Verteilnetze für Strom, Gas und über die komplette Wärmegesellschaft. Beim Kohleausstieg in der Wärme, beim Ausbau der E-Ladesäulen oder beim Aufbau von Wasserstoffnetzen zeige sich ganz konkret, dass die Rekommunalisierung "eine Menge Vorteile" für die Stadt bringe, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Wärme Hamburg GmbH.

Überführung der IT-Anwendungen als Großaufgabe

Die schwierigste Aufgabe war nach Angaben des kaufmännischen Geschäftsführers von Wärme Hamburg, Christian Heine, die Überführung der mehr als 100 IT-Anwendungen von Vattenfall in den Gemeinschaftsbetrieb IT. "Da die Wärme entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig ist, waren es nochmal deutlich mehr Anwendungen als bei den Carve-Out-Prozessen von Stromnetz und Gasnetz Hamburg."

Auf- oder ausgebaut worden seien bei Wärme Hamburg unter anderem die Bereiche Personal, Finanzen und Energiewirtschaft. Auf der anderen Seite werden den Angaben zufolge die Bereiche Gehaltsabrechnung, Einkauf und Fuhrparkmanagement im städtischen Konzernverbund von Stromnetz Hamburg, Gastnetz Hamburg und Hamburg Wasser betreut. (dpa/hil)

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