Noch wird ein Teil der Wärme im Heizkraftwerk Merkenich der Rheinenergie aus Braunkohlegranulat erzeugt, bis 2025 soll die Anlage modernisiert und die Befeuerung mit Kohle endgültig eingestellt werden.

Noch wird ein Teil der Wärme im Heizkraftwerk Merkenich der Rheinenergie aus Braunkohlegranulat erzeugt, bis 2025 soll die Anlage modernisiert und die Befeuerung mit Kohle endgültig eingestellt werden.

Bild: © Rheinenergie

Die Rheinenergie wird ihr Programm „Energie & Klima 2020“ um weitere zehn Jahre verlängern. Ziel ist es, die CO2-Emissionen für die Kölner Haushalte sowie für Gewerbe und Verkehr bis 2030 im Vergleich zu 1990 auf die Hälfte zu reduzieren. Die Mittel fließen weiterhin in den Ausbau des Fernwärmenetzes, den Ausbau erneuerbarer Energien, die Steigerung der Energieeffizienz sowie ein Förderprogramm. Der mehrheitlich kommunale Versorger hat bisher rund 370 Mio. Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien aufgewendet, bis 2025 werden weitere 100 Mio. Euro investiert. Eine besonders große Herausforderung besteht in der Umsetzung der Wärme- und Verkehrswende.

„Wir gehen davon aus, dass neben der Wärmedämmung bis zum Ende der nächsten Dekade fossile Einzelfeuerungen durch regenerative und KWK-Wärme spürbar reduziert werden“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Rheinenergie, Dieter Steinkamp. Außerdem beteilige sich das Unternehmen massiv am Aufbau der Ladeinfrastruktur für elektromobile Verkehrsmittel. Beispielsweise werden 400 zusätztliche öffentliche Ladepunkte für die Stadtwerke Köln errichtet.

Mehr Dachflächen für Solarstrom erschließen

Auch seinen Erzeugungspark passt der mehrheitlich kommunale Versorger mit Blick auf die nationalen Klimaschutzziele weiter an. So soll der Kölner Norden bis 2025 kohlefrei versorgt und das Heizkraftwerk Merkenich entsprechend modernisiert werden.  An dem Standort wird neben Erdgas auch Braunkohlegranulat in einer Kesselanlage zur Wärmeerzeugung verwendet.  Zur Wärme- und Energieversorgung der Haushalte sowie zum Erhalt der Arbeitsplätze an den dortigen Industriestandorten sei die Kesselanlage aktuell noch unverzichtbar, heißt es in der Pressemitteilung. Mit der Stadt Köln und weiteren Partnern plant die Rheinenergie zudem die Solarenergie voranzutreiben und weitere Flächen in Köln für die Sonnenstromproduktion zu erschließen. (hoe)

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