Aus alt macht saniert neu: Die Verbände sehen beim GEG Luft nach oben.

Aus alt macht saniert neu: Die Verbände sehen beim GEG Luft nach oben.

Bild: © Ingo Bartussek/AdobeStock

Eine neue Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e.V. (FIW) in München zeigt auf, dass sich die energetische Gebäudesanierung wirtschaftlich lohnt. Angesichts der steigenden Energiepreise amortisieren sich Modernisierungsmaßnahmen besonders schnell, so die Analyse. Die Untersuchung mit dem Titel "Auswirkung der aktuellen Preissteigerung auf die Wirtschaftlichkeit energetischer Modernisierungsmaßnahmen" wurde vom Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG) in Auftrag gegeben.

Die Autoren der Studie rechnen vor, dass der Gasverbrauch des Gebäudesektors in Deutschland bis 2030 um 40 Prozent sinken könnte, wenn die Sanierungsquote auf zwei Prozent gesteigert wird. Gleichzeitig sinken die Treibhausgasemissionen um bis zu 87 Prozent.

Gut für den Geldbeutel

Ein weiteres Ergebnis: Energetisches Sanieren rechnet sich nach wenigen Jahren. Ab spätestens 2030 sind Betriebs- und Instandhaltungskosten unsanierter Gebäude höher als bei sanierten Gebäuden, bei denen die Investitionskosten bereits enthalten sind, so die Untersuchung. Die Differenz der Energiekosten von sanierten zu unsanierten Häusern beläuft sich ab 2030 auf mehr als das Doppelte, Tendenz massiv steigend, heißt es in der Analyse weiter.

"Energetisches Sanieren wirkt sich schnell und signifikant auf die Energiekosten aus", lässt sich Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des BuVEG in der Mitteilung zitieren. "Wenn wir nicht handeln, laufen wir außerdem ungebremst in das Problem der Energiearmut in unserer Gesellschaft hinein - viele Menschen werden sich ein warmes Zuhause nicht mehr leisten können. Wir müssen die Wärme im Gebäude halten."

Ohne Förderung geht es nicht

FIW-Chef Andreas Holm betont, dass energieeffizientes Sanieren nicht nur dem Klima zugutekomme, sondern auch wirtschaftlich gerechtfertigt sei. „Jedoch ist das Fortbestehen und Verstetigen der staatlichen Förderungen als Grundlage der Sanierungen unabdingbar", so der Professor. (amo)

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