42 Tiefe-Geothermie-Anlagen in Deutschland und über 440.000 oberflächennahe Erdwärme-Systeme sind bereits im ganzen Bundesgebiet in Betrieb. (Symbolbild)

42 Tiefe-Geothermie-Anlagen in Deutschland und über 440.000 oberflächennahe Erdwärme-Systeme sind bereits im ganzen Bundesgebiet in Betrieb. (Symbolbild)

Bild: © Daniel Turbasa/AdobeStock

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unter 5000 BürgerInnen gaben 66 Prozent der Befragten an, dass die Geothermie-Nutzung in Deutschland nicht ausreichend durch die Politik gefördert wird. Darauf weist der Bundesverband Geothermie (BVG) hin. Die Branchenvertretung fordert deshalb von der Bundes- und Landespolitik, die Umsetzungsempfehlungen des Energieeffizienzverbandes für Wärme, Kälte und KWK (AGFW), des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU), des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) und des Bundesverbandes Geothermie (BVG) für das Sommerpaket zu berücksichtigen.

Es brauche effizientere Genehmigungsverfahren, eine nationale Fündigkeitsversicherung und bessere Quereinstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten, um mit Geothermie für die Zukunft zu sichern, so der BVG. "Geothermie benötigt jetzt politischen Rückenwind, damit die preisstabile, klimaneutrale und unabhängige Wärmeversorgung Deutschlands für die Zukunft umgesetzt werden kann", heißt es in einer Mitteilung.

Massiver Hochlauf

"Erdgas, das noch in jüngster Vergangenheit als Brückentechnologie galt, entpuppt sich heute als energiepolitische Sackgasse", heißt es weiter. Deshalb brauche es ein "Geothermie-Ausbau-Gesetz", vergleichbar mit dem "Windenergie-an-Land-Gesetz", das die gesetzlichen Voraussetzungen für den massiven Hochlauf der Erdwärme-Nutzung schaffe.

Demnach fehle es in der Energiebranche nicht am Mut zum Bohren. Vielmehr sei die fehlende Fündigkeitsversicherung ein Hinderungsgrund. Denn diese findet sich im bisher vorgestellten Gesetzgebungsvorhaben der Bundesregierung nicht. Und das obwohl den politischen und administrativen Entscheidungsträger*innen konkrete Empfehlungen vorliegen würden.

Studienlage zu Potenzial

Dabei hätten Studien deutscher Forschungsinstitute, etwa einzelner Fraunhofer-Institute, des Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam GFZ (GFZ) oder des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ergeben, dass die Geothermie das Potenzial habe, mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs in Deutschland zu decken, heißt es weiter. (jk)

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