Die Stadtwerke Dinslaken planen den Bau eines großen Holzenergiezentrums. Das Bild zeigt Geschäftsführer Josef Kremer am Holzlager des bestehenden Biomasse-Heizkraftwerks in Dinslaken.

Die Stadtwerke Dinslaken planen den Bau eines großen Holzenergiezentrums. Das Bild zeigt Geschäftsführer Josef Kremer am Holzlager des bestehenden Biomasse-Heizkraftwerks in Dinslaken.

Bild: © SW Dinslaken

Die Stadtwerke Dinslaken wollen ihr Know-how beim Betrieb und Bau von Altholzheizkraftwerken mit Fokus Wärmeauskopplung deutschlandweit vermarkten. Hierzu hat das zu 100 Prozent kommunale Unternehmen ein Joint-Venture mit der Koehler Renewable Energy, einer Tochter des Papierherstellers Koehler Paper Group, aus dem Schwarzwald gegründet. Der Name der neuen Projektgesellschaft lautet "Biowärme Dinslaken GmbH".

An dieser werden der Papierhersteller 51 Prozent und die Stadtwerke 49 Prozent halten, die Kommunalaufsicht muss dem Vorhaben noch zustimmen. Es gehe dabei vor allem um größere Anlagen mit einer Leistung von 40 MW thermisch und größer, die kleinsten Anlagengrößen liegen bei 15 bis 20 MW, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Josef Kremer gegenüber der ZfK.

Fokus auf CO2-neutraler Wärme

"Unsere Stärken liegen hier stärker bei der Wärmeauskopplung und –verteilung sowie beim Know-how in Sachen Holz, die Köhler Group ist stärker in der Projektierung", so Kremer weiter. Zwei konkrete Projekte seien schon in Planung. Teils mit kommunaler, teils mit industrieller Beteiligung. Die Stadtwerke Dinslaken zählen nach eigenen Angaben zu den zehn größten kommunalen Fernwärmeversorgern in Deutschland. Seit Anfang der 2000er Jahre liegt der Fokus auf der Erzeugung von Biowärme, die CO2-neutrale Wärmeversorgung ist zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie des Kommunalversorgers.

DHE: Zulassung für vorzeitigen Baubeginn

Deshalb sollen bis 2023 die derzeit noch aus Kohle erzeugten Wärmelieferungen aus dem Steinkohlekraftwerk der Steag in Duisburg-Walsum durch klimaneutrale Energie ersetzt werden. Deshalb plant das Unternehmen den Bau des Dinslakener Holz-Energiezentrums. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat diesem Vorhaben am Donnerstag (5. März) die Zulassung für den vorzeitigen Baubeginn erteilt.

Damit können laut Pressemitteilung "einzelne, beantragte Maßnahmen" vor der Baugenehmigung beginnen. Dazu zählen unter anderem die Freimachung des Baufeldes, die Baustelleneinrichtung und Maßnahmen zur Verbesserung des Baugrunds. Der Bau des DHE ist mit Kosten von rund 150 Mio. Euro die größte Investition in der Geschichte der Stadtwerke Dinslaken. (hoe)

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Mehr zu dem geplanten Großprojekt lesen Sie in einem großen Porträt über die Stadtwerke Dinslaken in der März-Ausgabe der ZfK. Diese erscheint am Montag, 9. März.

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