Auch die Stadtwerke München können sich den stark gestiegenen Gaspreisen im Großhandel nicht länger entziehen.

Auch die Stadtwerke München können sich den stark gestiegenen Gaspreisen im Großhandel nicht länger entziehen.

Bild: © Rainer Viertelbock/SWM

Unter dem Namen „Eneff_Netzregelung“ haben die Stadtwerke München gemeinsam mit drei Partnern (Universität Bremen, Hafencity Universität Hamburg und dem AGFW) ein Forschungsprojekt zur Effizienz von Energienetzen ins Leben gerufen. Es geht um einen möglichst optimalen Netzbetrieb mit Blick auf Energieverluste und Lebensdauer.

Zunächst wollen die Projektpartner Energieverluste an ausgewählten Punkten des Münchner Fernwärmenetzes untersuchen. Hierfür wird über Sensoren die Temperatur und Feuchtigkeit im Boden erfasst. Daneben sollen auch Alterungseffekte des Wärmenetzes erforscht und modelliert, sowie anhand von erhobenen Daten verifiziert werden.

Vollautomation angestrebt

Die Ergebnisse sollen dann in ein schon bestehendes Netz-Simulationsmodell integriert werden. Anhand dieses Modells soll ein Verfahren zur Netzregelung entwickelt werden, welche alle Parameter und Effekte berücksichtigt und das Netz entsprechend regelt. Dabei soll künftig auch die dezentrale Erzeugungsstruktur, niedrige Vorlauftemperaturen und der zunehmende Ausbau von Netzsensorik berücksichtigt werden.

Ziel des Vorhabens ist es eine Software zu entwickeln, die ein Fernwärmenetz vollautomatisch, möglichst effizient und mit Blick auf die Lebensdauer optimal steuern kann. Gleichzeitig muss das Programm auch allen denkbaren Betriebszuständen gewachsen sein.

Unterstützung für Mitarbeiter:innen

Bis es soweit ist, soll die Software aber nicht automatisch Regelungen setzen, sondern die Mitarbeiter:innen der SWM nur in ihrer Arbeit unterstützen und Vorschläge für einen optimalen Netzbetrieb machen. (lm)

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