Tanja Wielgoß wechselte von der Berliner Stadtreinigung zu Vattenfall Wärme Berlin.

Tanja Wielgoß wechselte von der Berliner Stadtreinigung zu Vattenfall Wärme Berlin.

Bild: © Andreas Pein

Das Land Berlin und die Vattenfall Wärme Berlin haben die Nachhaltigkeitsvereinbarung für Biomasse um weitere zehn Jahre fortgeschrieben. Sie schafft Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für den nachhaltigen Einsatz holzartiger Biomasse für die Energieversorgung.

Um Raubbau auszuschließen, habe das Land Berlin in der Vereinbarung mit Vattenfall gewährleistet, dass Biomasse aus Holz im Land Berlin nur nach sehr strengen Nachhaltigkeitskriterien genutzt wird – deutlich strenger als gesetzlich vorgeschrieben. Auf dem Weg zur Klimaneutralität sei dies eine von vielen sinnvollen Maßnahmen, betont Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, in einer gemeinsamen Mitteilung.

Wielgoß hofft auf Nachahmer

Für die Vattenfall Wärme Berlin unterzeichnete die Vorstandsvorsitzende Tanja Wielgoß den Vertrag. Sie würde sich freuen, wenn die Nachhaltigkeitsvereinbarung in vielen anderen Metropolen und Kommunen Nachahmer findet.

Nur unter der Voraussetzung einer nachhaltigen Beschaffung weist die Klimabilanz von Holz auch unter Einbeziehung der sogenannten Vorkette von Gewinnung, Verarbeitung und Transport gegenüber fossilen Brennstoffen erheblich niedrigere Emissionen aus, heißt es in der Mitteilung weiter.

Biomasse aus naturbelassenem Holz

Vattenfall betreibt das Biomasse-Heizkraftwerk im Märkischen Viertel (Reinickendorf) sowie eine Biomasse-Mitverbrennung im Heizkraftwerk Moabit (Mitte). Zum Einsatz kommt dabei Biomasse aus naturbelassenem Holz von Agrarflächen, aus der Forstwirtschaft, aus der industriellen Verarbeitung sowie aus Landschaftspflegemaßnahmen.

Wesentliche Kriterien bei deren Nutzung seien beispielsweise Festlegungen zum Schutz von Biotopen, geschützten Landschaftsteilen und Arten sowie der Biodiversität. Darüber hinaus verpflichtet sich Vattenfall in der Nachhaltigkeitsvereinbarung neben der Anwendung von ökologischen Kriterien auch zur Beachtung sozialer Kriterien. So werde beispielsweise darauf geachtet, dass in den Unternehmen der Zulieferer eine angemessene Vergütung gezahlt werde. (amo)

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