Das Kohlekraftwerk Wedel an der Elbe bei Blankenese. Das Heizkraftwerk soll durch eine neue Anlage auf der Halbinsel Dradenau im Hamburger Hafen ersetzt werden. Der Planfeststellungsbeschluss für eine neue Fernwärmeleitung unter der Elbe ist nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde vom 10.12.2021 rechtskräftig.

Das Kohlekraftwerk Wedel an der Elbe bei Blankenese. Das Heizkraftwerk soll durch eine neue Anlage auf der Halbinsel Dradenau im Hamburger Hafen ersetzt werden. Der Planfeststellungsbeschluss für eine neue Fernwärmeleitung unter der Elbe ist nach Angaben der Hamburger Umweltbehörde vom 10.12.2021 rechtskräftig.

Bild: © Christian Charisius/dpa

Die Hamburger Energiewerke haben gemeinsam mit den Stadtwerken Wedel die Zusammenarbeit bei der Nachnutzung des Heizkraftwerks Wedel als Energie- und Industriestandort vereinbart. Unter dem Titel „Wedel Transformation“ sollen bereits bis 2026 erste Ergebnisse zum Gesamtkonzept und zu möglichen Technologieoptionen erarbeitet werden.

Fest steht: Am Standort Wedel soll klimafreundliche Wärme erzeugt werden, von der dann auch die Stadt Wedel profitieren soll. Genau das ist der Grund für die Kooperation zwischen den Hamburger Energiewerken und den Stadtwerken. Das Heizkraftwerk soll Teil des Transformations- und Ausbauplans für die Fernwärme in Wedel werden.

Infrastruktur bietet Potenzial für Technologie-Mix

Für Jörn Peter Maurer, Geschäftsführer der Stadtwerke Wedel, geht es nun um die Finanzierung des Projekts: „Jegliche Form der Umstellung auf klimaneutrale Wärme bedeutet aber erst einmal signifikante Investitionskosten.“ Trotz der anfänglichen Kosten betont der Stadtwerke-Chef jedoch die langfristige Sicherheit und Kosteneffizienz klimaneutraler Wärme, insbesondere, wenn die Bundesregierung die politischen Rahmenbedingungen an die Klimaziele anpasst. Man müsse alle Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausschöpfen, um diese Kosten so gering wie möglich zu halten. Klimaneutrale Wärme solle den Kund:innen so günstig wie möglich angeboten werden können.

Christian Heine, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburger Energiewerke, gibt bereits einen Ausblick auf die Zukunft des HKWs: „Der Standort Wedel war und ist für die Hamburger Energiewerke ein strategisch wichtiger Standort für die Wärmeversorgung. Er bietet uns infrastrukturell sehr gute Voraussetzungen, um dort zukünftig klimaneutrale Erzeugungstechnologien anzusiedeln. Im letzten Jahr konnten wir vor Ort bereits unsere Power-to-Heat-Anlage erfolgreich in Betrieb nehmen. Wir freuen uns, dass wir mit den Stadtwerken Wedel einen lokalen Partner an der Seite haben, der die gleichen ehrgeizigen Ziele in der Wärmewende verfolgt.“

Ab 2025 übernimmt der Energiepark Hafen einen Teil der Wärmeerzeugung 

Der Kraftwerkstandort Wedel wird bislang von den Hamburger Energiewerken zur Erzeugung von Fernwärme im effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsprozess für den Hamburger Westen genutzt und ist somit bedeutender Bestandteil der Energieinfrastruktur der Hansestadt. 2025 soll die Wärmeerzeugung des Heizkraftwerks durch den neuen modularen Erzeugerpark „Energiepark Hafen“ auf der Dradenau und Abwärme des Zentrums für Ressourcen und Energie abgelöst werden. (lm)

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