Autokräne heben das 130 Tonnen schwere Heißgasrohr millimetergenau ein.

Autokräne heben das 130 Tonnen schwere Heißgasrohr millimetergenau ein.

Bild: © MVV

Der Bau der Anlage zum Phosphor-Recycling aus Klärschlamm auf der Friesenheimer Insel im Mannheimer Norden kommt weiter voran: An drei Autokränen schwebend hob MVV Umwelt, Tochter der MVV Energie, jetzt ein 130 Tonnen schweres Heißgasrohr ein.

Das Rohr verbindet den mit Abfall befeuerten Kessel 6 des bestehenden MVV-Heizkraftwerkes mit der Phosphor-Recycling-Anlage. Damit ist das letzte große Bauteil an seinem Bestimmungsort angekommen.

Von den Kesseln 4 und 6 des MVV-Heizkraftwerks fließt künftig heißes Rauchgas aus der Abfallverwertung in die Klärschlammanlage und beheizt mit einer Temperatur von circa 1.100 Grad Celsius die Drehrohröfen. Die Verbrennungsgase aus dem Phosphor-Recycling fließen dann über das Heißgasrohr in die Müllkessel zurück.

Energie und Wärme aus Klärschlamm

Durch ein patentiertes Verfahren wird der gesamte im Klärschlamm enthaltene Phosphor zu 90 Prozent in der entstehenden Asche bioverfügbar und kann als Dünger von Pflanzen aufgenommen werden. Gleichzeitig werden alle relevanten Schadstoffe in einer Rauchgasreinigungsanlage abgeschieden. Die freigesetzte Energie soll in der Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt werden.

Nun werden in den nächsten Wochen noch zahlreiche Leitungen montiert. Voraussichtlich im Januar 2023 soll die Anlage funktionsfähig sein, teilt MVV mit. Nach einem langsamen Hochfahren könnte im Sommer 2023 das Phosphor-Recycling von bis zu 135.000 Tonnen Klärschlamm im Jahr beginnen. (pfa)

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