Bild: © Daimler

Egal ob klein oder groß, Lithium-Ionen oder andere Materialkonzepte und Großserien oder Bedarf aus dem Mittelstand – auf all diese Optionen soll sich eine Batteriezellen-Fabrik der Zukunft einstellen können. Daran arbeitet zumindest ein neues Forschungsprojekt von KIT, ZSW und dem Fraunhofer-Institut für chemische Technologie (ICT).

Unter dem Namen „AgiloBat“ werden die Wissenschaftler die nächsten vier Jahre agile und modulare Produktionsanlagen entwickeln, um verschiedene Formate, Stückzahlen und Materialien in einer Batteriezellenfabrik fertigen zu können. Jürgen Fleischer, Projektleiter und Leiter des Instituts für Produktionstechnik (wbk) am KIT erklärt, was bisherigen Produktionsprozessen fehlt: „Das vorhandene Prozessverständnis der einzelnen Teilschritte muss dahingehend erweitert werden, dass verschiedene Zelldesigns möglich und die einzelnen Bearbeitungsschritte flexibel sind“. Zudem müssten die einzelnen Prozessschritte zu einem Gesamtprozess verkettet werden, um schlussendlich eine prototypische Fertigung in einer Pilotanlage erfolgreich umzusetzen.

Weiterentwicklung wichtig, um international konkurrenzfähig zu sein

So sollen mittels modularer Roboterzellen universell einsetzbare Prozessmodule, einheitliche Schnittstellen und nach einem vorgeplanten Skalierungskonzept die Batteriezellen je nach Anspruch an das Endprodukt hergestellt werden. Der Präsident des KIT Holger Hanselka betont, wie wichtig Veränderungen in der Produktionsweise für den Automobilstandort Deutschland sind: „Gerade bei der Elektromobilität stehen wir im Automobilland Deutschland vor der Frage, wie wir bei der Batteriefertigung als Produktionsstandort gegenüber der internationalen Konkurrenz aufholen können“, und ergänzt: „Im Forschungsprojekt AgiloBat arbeiten wir hier am KIT gemeinsam mit unseren Partnern aus der Wissenschaft an einer starken Antwort: Einen technologischen Vorsprung erreichen wir mit innovativen Produktionssystemen, die aufgrund ihrer Flexibilität und Technologieoffenheit sowohl auf die Anforderungen der Industrie, als auch auf neue Erkenntnisse der Grundlagenforschung schnell reagieren können. Damit stellen wir die Weichen für eine größere Wertschöpfung in Deutschland und speziell in Baden-Württemberg.“ (ls)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper