Flexibilität beim Carsharing muss nicht nur in der Großstadt funktionieren.

Flexibilität beim Carsharing muss nicht nur in der Großstadt funktionieren.

Bild: © fotohansel/stock.adobe.com

Für eine Mobilitätswende ist der Wandel vom motorisierten Individualverkehr zur Fortbewegung mittels alternativer Mobilitätsangebote notwendig. Sowohl auf der Angebots- als auch Nachfrageseite bestehen jedoch Hürden. Das Projekt OMI, getragen von Start-ups und Hochschulen, will deshalb eine offene Mobilitätsinfrastruktur entwickeln. Die Ziele sind, Shared-Mobility-Angebote bereitzustellen, bestehende Angebote zu vernetzen und den Nutzern eine angebotsübergreifende Mobilität zu ermöglichen.

Entwickelt wird die offene Mobilitätsinfrastruktur von den Start-ups Reboot Mobility und open.INC. Sie soll in den Städten Sankt Augustin und Hennef erprobt werden. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Universität Siegen.

Auch ländliche Regionen im Fokus

Es ist geplant, das Angebot in einer App zusammenzuführen. Dabei soll insbesondere auch der Ausbau neuer Mobilitätsformen in weniger dicht besiedelten Regionen unterstützt werden.

Das Problem: Lokalen Akteuren fehle vor allem die technologische Infrastruktur für die Bereitstellung von
Shared-Mobility-Angeboten. Die kommerziellen Anbieter konzentrieren ihre Fahrzeuge aber vorwiegend im städtischen Raum. Zudem stehen Nutzer vor der Herausforderung, für jede Teilstrecke notfalls die App mehrerer Anbieter koordinieren zu müssen.

Lokale Akteure können eigene Angebote bereitstellen

Im Projekt OMI können lokale Akteure mittels eines Self-Service-Portals selbst Shared-Mobility-Angebote bereitstellen. Die Bürger erhalten mit dem Mobilitätsassistenten eine App, die einen nahtlosen Zugriff auf das gesamte Mobilitätsangebot der Region bietet. Dabei wird das Smartphone zum digitalen Fahrzeugschlüssel. Darüber hinaus werden bestehende Angebote über offene Schnittstellen vernetzt.

„Im ländlichen Raum werden neue Mobilitätsangebote nicht nur durch eine mangelnde Vernetzung, sondern insbesondere auch durch eine fehlende technologische und organisatorische Infrastruktur erschwert. Mit OMI möchten wir diese Herausforderungen adressieren und gemeinsam mit Städten im Rhein-Sieg-Kreis technische und organisatorische Hürden für das Teilen von Fahrzeugen reduzieren“, sagt Alexander Boden, Projektleiter an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. (wa)

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