Der Verbraucherzentrale-Bundesverband fordert einen verbraucherfreundlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Der Verbraucherzentrale-Bundesverband fordert einen verbraucherfreundlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Bild: © AdobeStock/Wellnhofer Designs

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) in Wien hat eine Branchenuntersuchung im Bereich Elektromobiliät  gestartet. Dabei hat sie sich eigenen Angaben zufolge der Expertise der Regulierungsbehörde E-Control bedient. Eine Branchenuntersuchung könne beim Verdacht eingeleitet werden, dass der Wettbewerb eingeschränkt oder verfälscht ist.

Konkret soll die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Österreich analysiert und wettbewerbsrechtlich beurteilt werden. In diesem Zusammenhang seien bei der BWB auch Beschwerden aus dem Markt eingetroffen.

Blick auch nach Deutschland

Die Branchenuntersuchung werde sich auf Befragungen von Marktteilnehmern, wissenschaftliche Literatur, einschlägige Publikationen sowie auf intensive Gespräche mit Stakeholdern wie Unternehmen, Interessenvertretungen, Institutionen und Behörden stützen. Dabei sollen wesentliche Wettbewerbsbeschränkungen identifiziert und daraus Empfehlungen abgeleitet werden.

Die Branchenuntersuchung werde zudem auch die Entwicklungen ausgewählter benachbarter Staaten vergleichsweise berücksichtigen. Das deutsche Bundeskartellamt führt derzeit ebenfalls eine Sektoruntersuchung bei E-Ladeinfrastruktur durch. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA veröffentlichte eine einschlägige Untersuchung im Juli dieses Jahres.

Da es sich noch um die Anfangsphase von relativ neuen Geschäftsmodellen handele, sei einerseits darauf zu achten, dass sich innovative Geschäftsmodelle entwickeln können. Andererseits müsse rechtzeitig einer potentiellen regionalen oder überregionalen Monopolbildung von Anbietern entgegengewirkt werden. (wa)

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