E-Magic heißt das neue Forschungsprojekt, an dem sich ein Konsortium aus zehn internationalen, wissenschaftlichen Einrichtungen beteiligt, um an Magnesium-Batterien zu forschen. Gefördert wird die European Magnesium Interactive Battery Community, wie das Vorhaben mit vollem Namen heißt, von der EU – insgesamt 6,5 Mio. Euro wurden investiert.
Prinzipiell fängt das Forschungsteam, wozu auch Wissenschaflter des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Helmholtz Instituts Ulm (HIU) gehören, bei den Grundlagen an und hört bei Prozessen rund um die Zellproduktion auf. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den bisherigen Herausforderungen und Hindernissen der Entwicklung und Herstellung von Magnesium-Batterien. Ist das erst einmal geschafft, bietet die Magnesium-Alternative deutliche Vorteile gegenüber ihrer Lithium-Ionen-Verwandten.
Hohe Speicherleistung, geringes Sicherheitsrisiko
An der Magnesium-Anode bilden sich beispielsweise keine Dendrite. Die elektrochemischen Ablagerungen können bei "herkömmlichen" Batterien zu gefährlichen Störungen oder sogar Kurzschlüssen führen. "Bei Magnesium gibt es keine vergleichbaren Prozesse, deshalb können wir Magnesium in metallischer Form verwenden und so die sehr hohe Speicherkapazität direkt nutzen", erklärt Zhirong Zhao-Karger, Projektkoordinatorin am HIU.
Etabliert sich Magnesium als Alternative neben Lithium würde das auch dem Endverbraucher zu Gute kommen. Immerhin kommt Magnesium etwa 3000 Mal häufiger in der Natur vor als Lithium und kann leichter recycelt werden. Eine Verfügbarkeit, die sich auch im Preis widerspiegeln und der E-Mobilität Rückenwind geben könnte. Nun heißt es: Bloß keine Zeit verlieren, denn nur dann hat Deutschland eine Chance, die asiatischen Batteriezellen vom Markt zu verdrängen. (ls)



