Bild: © Rheinenergie

Die Kölner Stadtverwaltung hat ein Standortkonzept für Ladeinfrastruktur entwickelt, das von 400 neuen Ladepunkten ausgeht. Das Konzept soll nach der Beratung in verschiedenen Gremien und Ausschüssen in einer Stadtratssitzung am 4. April 2019 behandelt und möglichst entschieden werden.

Die in der Vorlage genannten 400 Ladepunkte sollen so im Stadtgebiet verteilt werden, dass eine flächendeckende Versorgung gewährleistet ist. Dabei soll die Balance aus Förderung der Nachfrage einerseits und Wirtschaftlichkeit andererseits gewahrt bleiben: Zwar solle gezielt die Elektromobilität gefördert werden, indem durch ausreichende Ladeinfrastruktur ein Anreiz zum Kauf von Elektrofahrzeugen gegeben wird. Andererseits müssen die Säulen auch den realen und potenziellen Bedarf abdecken und somit langfristig wirtschaftlich tragfähig sein. Darüber hinaus seien auch Aspekte der Stadtraumgestaltung, der Netzinfrastruktur, des Straßenrechts sowie des Grünflächenschutzes zu berücksichtigen.

Die Verwaltung will die Säulen an bestehenden Parkplätzen realisieren. Jeder Stadtteil soll mindestens eine Ladesäule bekommen. Standortwünsche, etwa aus Gremien oder von Firmen und Privatleuten, sollen berücksichtigt werden.

Netzausbau, wo es nötig ist

Kein limitierender Faktor sei die vorhandene Netzinfrastruktur, heißt es im Konzept. Sinnvolle Standorte müssten auch unter Inkaufnahme höherer Investitionskosten erschliossen werden. Außerdem sei für jeden Standort zu prüfen, ob er für Normalladen, Schnelladen oder Hochleistungsladen geeignet ist.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung ist es aber mittelfristig mit 400 Ladepunkten nicht getan. Daher geht das Konzept auch auf Optionen für den weiteren Ausbau ein. (wa)

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