Um das Stromnetz stabil zu halten, ist es dringend erforderlich, dass E-Autos bidirektional beladen werden können.

Um das Stromnetz stabil zu halten, ist es dringend erforderlich, dass E-Autos bidirektional beladen werden können.

Bild: © Panama/AdobeStock

Geschaut werde bei der Caritas etwa, welche Ladeintervalle es brauche und wie das Fahrverhalten der Kleinwagen bei Mitarbeitern ankomme, erklärte der Direktor des Caritasverbandes Mainz, Stefan Hohmann.

Die Stadtwerke haben extra drei E-Fahrzeuge verschiedener Hersteller gekauft. Diese Probeflotte könne nach der dreimonatigen Nutzung durch die Caritas auch anderen Interessenten zur Verfügung gestellt werden, sagte Sandra Schmidt, Geschäftsführerin der Mainzer Stadtwerke Vertrieb und Service GmbH. 45.000 Euro an Projektkosten, die zum Teil von der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz übernommen wurden, flossen unter anderem in drei Ladesäulen an der Caritas-Sozialstation im Stadtteil Mombach.

"Galaxien" weit entfernt

Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagte, von einer wirklichen Wende hin zur E-Mobilität sei Deutschland und auch Mainz noch "Galaxien" entfernt. In der Stadt seien rund 124.000 Fahrzeuge zugelassen, davon seien 1500 E-Fahrzeuge, darunter Hybridautos. Projekte wie das mit der Caritas seien wichtig, um voranzukommen.

Insgesamt sind für die Caritas mehr als 60 Fahrzeuge im Mainzer Umland unterwegs, 16 Kleinwagen im Stadtgebiet. Direktor Hohmann sagte, E-Mobilität sei für die Caritas ein großes Thema. Mehrere Verbände hätten eine Kooperation mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen zur Entwicklung eines Konzeptfahrzeuges für Sozialdienste. Erste Exemplare führen schon in Nordrhein-Westfalen. (dpa/bh)

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