Der Deutsche Städte- und Gemeindebund will Elektromobilität in die Fläche bringen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund will Elektromobilität in die Fläche bringen.

Bild: © nrqemi/stock.adobe.com

Autohersteller können mit wachsenden Absatzzahlen bei E-Autos rechnen. Denn laut der „eReadiness“-Studie von PwC möchte mehr als die Hälfte der europäischen Befragten in den nächsten zwei Jahren ein Elektroauto kaufen. Für die Studie wurden rund 4600 Endverbraucher aus sieben europäischen Ländern befragt. Zusätzlich wurden die Länder hinsichtlich ihres Reifegrads bei der Elektromobilität in einem „eReadiness Index“ klassifiziert.

Mittlerweile haben bereits sechs Prozent der Befragten ein E-Auto (2021: vier Prozent). Sie sind im Durchschnitt männlich (52 Prozent) und 41 Jahre alt. 79 Prozent leben in der Stadt. Dabei verfügen sie mehrheitlich über einen eigenen Parkplatz (88 Prozent).

Digitale Vertriebskanäle werden relevanter

Am liebsten kaufen sie ihr Fahrzeug immer noch direkt beim Händler. Trotzdem werden digitale Vertriebskanäle immer relevanter: Mehr als die Hälfte der E-Auto-Besitzer geben an, aufgrund von Preisvorteilen, Bequemlichkeit und Warenverfügbarkeit in Betracht zu ziehen, ihr nächstes E-Auto online zu kaufen. 55 Prozent der Besitzer nahmen Kaufanreize wie staatliche Förderungen oder Rabatte in Anspruch. Allerdings geben 77 Prozent an, dass sie ihr E-Auto auch ohne Zuschüsse gekauft hätten.

Knapp unter zwei Drittel (63 Prozent) der europäischen Befragten zählen zur Gruppe der E-Auto-Interessierten. Diese geben an, in den nächsten fünf Jahren ein E-Auto kaufen zu wollen. Sie haben ein ähnliches Durchschnittsalter wie die Besitzer und leben auch zum Großteil im urbanen Umfeld. Sie unterscheiden sich allerdings durch ein deutlich geringeres Einkommen (E-Auto-Besitzer 74.000 Euro; E-Auto-Interessierte: 48.000 Euro). Die Vorteile eines E-Autos liegen für die Gruppe der Interessierten vor allem in den geringeren Kilometerkosten (18 Prozent), der Umweltfreundlichkeit (17 Prozent) sowie der Möglichkeit, das Fahrzeug zu Hause zu laden (11 Prozent) anstatt zur Tankstelle fahren zu müssen.

Deutschland im Mittelfeld

Im vergleichenden „eReadiness Index“ unter sieben europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, die Schweiz und Spanien) liegt Norwegen hinsichtlich des Reifegrads im Bereich der Elektromobilität mit deutlichem Abstand auf dem Spitzenplatz. Bei der Bewertung der vier Dimensionen aus staatlicher Förderung für E-Autos, Stand der Infrastruktur, Angebotsvielfalt und Nachfragepotenzial erreicht das Land einen Indexwert von 4,5 auf einer Skala von 1-5. Deutschland schneidet mit 2,6 aufgrund der unzureichenden Infrastruktur und ausbaufähigen Nachfrage mittelmäßig ab und belegt Platz vier von sieben. (wa)

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