Die Städte Bad Krozingen, Heitersheim und Neuenburg am Rhein wollen gemeinsam und grenzüberschreitend die Elektromobilität vorantreiben. Das soll bedarfsorientiert, effizient und wirtschaftlich geschehen. Partner dabei ist die Badenova aus Freiburg; das Energieunternehmen hat ein interkommunales Elektromobilitätskonzept erstellt. Es enthält ein Maßnahmenpaket sowie eine Bedarfsabschätzung bis zum Jahr 2030.
Über Wallboxen informieren
Das Konzept sieht in den drei Städten den Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur vor. Geeignete Standorte für 22-kW-Ladesäulen seien schon identifiziert. Da die überwiegende Mehrheit der Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfindet, soll auch der Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur mit Wallboxen aktiv vorangetrieben und gefördert werden. Bürger bekommen Unterstützung darin, wie sie das Thema angehen können, wie viel eine private Wandladestation kostet und welche Förderungen es gibt.
Eine wichtige Rolle spielt auch das Thema Laden beim Arbeitgeber. Eine Umfrage unter den Unternehmen der drei Städte habe eine große Bereitschaft zum Einstieg in E-Mobilität gezeigt – aber auch den Wunsch nach einer fundierten individuellen Beratung. Daher gibt es nicht nur Schriftliches wie Faktenblätter oder Anleitungen. In Kürze soll es auch eine Info-Veranstaltung gezielt für Gewerbe und Industrie geben.
Weiterer Schwerpunkt: wie E-Mobilität in Neubau- und Sanierungsgebieten installiert werden soll. Ziel ist, Synergien zu nutzen und unnötige Tiefbauarbeiten zu vermeiden. Auch hier sind Infoschreiben für Bauherren und Investoren ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation. Die städtischen Fuhrparks in Bad Krozingen, Heitersheim und Neuenburg am Rhein wurden ebenfalls untersucht. Bad Krozingen besitzt bereits zwei Renault Zoes, die sich seit 2018 steigender Beliebtheit erfreuen.
Städte in verschiedenen Rollen
"Das Elektromobilitätskonzept bietet die Chance, Potenziale für E-Mobilität in unseren Kommunen aufzuzeigen", so Volker Kieber, Bürgermeister von Bad Krozingen. Joachim Schuster, Bürgermeister von Neuenburg am Rhein, ergänzt: "Elektromobilität ist ein Querschnittsthema, das ämterübergreifende Abstimmungsprozesse erfordert. Hierbei können wir als Stadt verschiedene Rollen einnehmen. Wir sind zugleich Gestalter, Genehmigungsbehörde und Multiplikator. Dieser Rolle wollen wir gerecht werden und die Elektromobilität regional vorantreiben."
"Mit dem interkommunalen Elektromobilitätskonzept haben wir einen strategischen Handlungsleitfaden für Elektromobilitätsmaßnahmen geschaffen und können durch die Zusammenarbeit der Städte Bad Krozingen, Heitersheim und Neuenburg am Rhein Synergien nutzen und eine größere Signalwirkung an die Region senden", so die Auffassung von Martin Löffler, Bürgermeister von Heitersheim. (wa)


