Die drei Projekte: Blockchain-Machine-Identity-Ledger, CO2-Datendemonstrator und Smart-Contract-Register eröffnen interessante Anwendungsfelder für die Energiewirtschaft.

Die drei Projekte: Blockchain-Machine-Identity-Ledger, CO2-Datendemonstrator und Smart-Contract-Register eröffnen interessante Anwendungsfelder für die Energiewirtschaft.

Bild: © fotomek/AdobeStock

Elektroautos laden kann kompliziert sein: Unzählige Anbieter, verschiedene Vertragsmodelle, Unklarheit über Roaming-Möglichkeiten, Zahlungsweisen oder über den Preis. Mit dem Verbundprojekt »Banula« erforscht das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO) gemeinsam mit neun Partnern, wie mithilfe der Blockchain-Technologie einfaches, transparentes und barrierefreies Laden möglich werden kann.

Das Projekt nennt sich „Banula - Barrierefreie und nutzerfreundliche Lademöglichkeiten schaffen“. Ziel ist, an jeder Ladesäule ein kundenorientiertes, reibungsloses und netzverträgliches Laden von Elektrofahrzeugen zu gewährleisten. Mithilfe der Blockchain-Technologie soll ein dezentrales Medium entstehen. Es soll einen sicheren Datenaustausch zwischen allen Beteiligten im Ökosystem Elektromobilität ermöglichen.

Über alle Marktrollen hinweg

Der Einsatz der Blockchain-Technologie hebe dabei die Interaktion zwischen den beteiligten Rollen auf ein übergeordnetes Niveau, heißt es beim Fraunhofer IAO. Dies könne über alle Marktrollen die eichrechtskonforme und manipulationssichere Abrechnung von Ladeprozessen sichern.

Zusätzlich werden KI-basierte Steuerungsmöglichkeiten geschaffen. Diese sorgten für einen diskriminierungsfreien Zugang zu Ladeinfrastruktur, Transparenz über Ladevorgänge in Echtzeit für die Netzbetreibenden sowie für eine deutliche Verbesserung der energiewirtschaftlichen Prozesse. Hierbei werden jene Akteure adressiert, die beim Laden eines Elektrofahrzeugs vor und hinter den Kulissen involviert sind.

Breites Konsortium

Das Banula-Konsortium bildet dabei sämtliche involvierten energiewirtschaftlichen Rollen ab, einschließlich der notwendigen Kompetenzen in Forschung und Recht. Es setzt sich neben dem Fraunhofer IAO als Koordinator aus neun weiteren Partnern zusammen:

  • Badenova
  • Becker Büttner Held
  • Fujitsu
  • Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart
  • Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH) der Universität Stuttgart
  • Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg
  • Schwarz Immobilien Service
  • Smartlab
  • TransnetBW

Das Konsortium will auf bestehenden energiewirtschaftlichen Prozessen aufbauen. Die Integration von Smart Meter Gateways sei ebenso Bestandteil des Projekts wie auch die Erprobung des Gesamtsystems mit einer signifikanten Testflotte an Elektrofahrzeugen. Die Projektlaufzeit betrage drei Jahre. (wa)

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