Ein günstiger Einstieg in die Elektromobilität soll das Elektroauto City One sein. Mit zwei Handgriffen werde aus dem Auto ein Kleintransporter. Doch das Konzept hat einen Rückschlag bekommen: Hersteller ACM Adaptive City Mobility aus München hat beim zuständigen Amtsgericht Insolvenzantrag gestellt.
Hintergrund ist nach Unternehmensangaben, dass sich coronabedingt die Präsentation des Elektrofahrzeugs stark verzögert hatte. Ursprünglich sei geplant gewesen, den City One zum Jahresbeginn zu zeigen. Doch die Öffentlichkeit konnte das Fahrzeug erst im Herbst auf der IAA Mobility in München sehen.
ACM sucht weiter nach Investoren
ACM-Gründer und -Chef Paul Leibold gibt als Ziel aus, schnellstmöglich den Investorenprozess für eine Fortführung der Fahrzeugentwicklung abzuschließen. Mit Michael Jaffé habe das Unternehmen einen erfahrenen Insolvenzverwalter an seiner Seite, um ACM dafür auf eine stabile Basis zu stellen. ACM werde nun schnell auf strategische Partner zugehen, mit denen das Fahrzeug zur Serien- und Produktionsreife gelangen könne.
Jaffé selbst nennt es eine „lohnende Herausforderung, die nächste Entwicklungsstufe des Fahrzeugs zu realisieren“. Die bisherige Resonanz im Markt und die Kompetenz des ACM-Teams stimmten ihn dafür zuversichtlich.
Nicht auf den Ladenetzausbau warten müssen
Dem auf globaler Ebene bestehenden Problem eines mangelhaften Schnellladenetzes will ACM auf eigene Weise begegnen. Geplant sei eine Kombination aus Homecharging, austauschbaren Batterien sowie mit weiteren Wechselbatterien zur Reichweitenverlängerung. Diese Verknüpfung aus fest montierten und tauschbaren Akkus löse die Herausforderung der Elektrifizierung insbesondere in Schwellenländern. Damit müsse man nicht auf den flächendeckenden Ausbau eines Netzes von Schnellladestationen warten. (wa)



