Das auf Elektro-Roller-Sharing spezialisierte Start-up Emmy setzt seinen Expansionskurs fort. Über 250.000 Kunden nutzten mittlerweile die 2000 Elektroroller des Unternehmens in vier deutschen Metropolen. Künftig werden auch 50 neue E-Roller auf den Straßen der österreichischen Hauptstadt Wien unterwegs sein, die Flotte soll im nächsten Jahr weiter aufgestockt werden. "Wir sind Marktführer in Deutschland", sagt Emmy Co-Founder Valerian Seither. Nun wolle man die Präsenz auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein/Luxemburg) ausweiten. Im Rahmen des Markteintritts in Wien übernimmt das Berliner Jungunternehmen dabei auch die Sharingsparte von "goUrban".
"Größte Crowdfinanzierung im Mobilitätssektor"
Auch beim strategischen Partner und Investor von Emmy, dem Münchner Energie- und Verkehrswendeunternehmen Green City, zeigt man sich mit dem bisher Erreichten zufrieden. "Die Menschen wollen die Verkehrswende", sagt Green-City-Vorstand Jens Mühlhaus. Man habe mit dem Engagement im Mobilitätssektor den Nerv der Zeit getroffen. Green City hat den Ausbau der Elektroroller-Flotte von Emmy in München mit der nach eigenen Angaben "bis dato größten Crowdfinanzierung im Mobilitätssektor ermöglicht". Finanziert wird der Ausbau über die Ausgabe von Genussscheinen, mit denen sich Anleger an Emmy beteiligen können. Eine Investition ist auch für nicht-institutionelle Anleger ab einem Betrag von 1000 Euro möglich. Mehr als 260 Anleger haben bisher so rund 1,3 Mio. Euro investiert. Die Wertpapiere laufen fünf Jahre, Anleger erhalten eine erfolgsabhängige Rückzahlung des eingezahlten Kapitals sowie laut Prognose bei Fälligkeit eine erfolgsabhängige Vergütung von 35 Prozent (das entspricht rund sieben Prozent pro Jahr). Green City setzt dabei auf ein starkes Wachstum des Sharing-Marktes, dieser soll gemäß Studien weltweit bis zum Jahr 2025 auf über 600 Mrd. Euro wachsen. (hoe)
