Die Hemmnisse bei der Installation privater Ladeinfrastrukturen erwiesen sich als Entwicklungsbremse für die Elektromobilität, kritisiert das Bundesumweltministerium.

Die Hemmnisse bei der Installation privater Ladeinfrastrukturen erwiesen sich als Entwicklungsbremse für die Elektromobilität, kritisiert das Bundesumweltministerium.

Bild: © RioPatuca Images/Adobe Stock

Im Pioneer Park in Hanau entsteht das nach eigenen Angaben größte E-Mobilitätscluster in Deutschland. An Weihnachten ist jetzt die erste von fünf E-Mobilitätsstationen auf dem ehemaligen Kasernenareal in Betrieb genommen worden. Drei VW E-Golf, einen BMW i3 und acht E-Bikes und E-Cargos können die Anwohner und Gäste nun per Sharing nutzen, heißt es in einer Pressemitteilung des Energieversorgers und Mobilitätsanbieters GP Joule. Dieser versorgt das Quartier auch mit Ökostrom.

Bis zu 750 Ladepunkte geplant

Die nächsten drei Stationen werden im Verlauf des kommenden Jahres errichtet. Bei Fertigstellung des 500-Millionen-Euro-Wohn- und Bauprojekts sollen 104 E-Mobile (32 E-Autos, 36 E-Bikes und 36 E-Lastenbikes) zur Nutzung bereitstehen. Zudem seien bis zu 750 private und öffentliche Ladepunkte in dem "konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Quartier" geplant.

1600 Wohneinheiten geplant

In den nächsten Jahren sollen auf dem 50 Hektar großen Gelände der ehemaligen Pioneer-Kaserne rund 1600 Wohneinheiten für bis zu 5000 Menschen entstehen. Neben den geplanten E-Mobilitätsstationen mit mehr als 40 Ladesäulen wird laut Pressemitteilung mindestens ein Viertel der rund 4000 privaten Stellplätze für das Laden zuhause mit Wallboxen vorgerüstet.

Inzwischen hätten die ersten Bewohner ihre neuen Domizile im Pioneer Park bezogen. Das Quartier soll neben bezahlbarem Wohnraum auch auf nachhaltige Energiekonzepte zugunsten eines klimaneutralen Quartiers setzen. Im Rahmen seines Programms "Förderung der Elektromobilität“  unterstützt das hessische Wirtschaftsministerium das Projekt mit 500.000 Euro. (hoe)

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