Die Lithium-Ionen-Batterie bekommt Konkurrenz, das KIT und zahlreiche andere Forschungseinrichtungen treiben das Magnesium-Pendant voran.

Die Lithium-Ionen-Batterie bekommt Konkurrenz, das KIT und zahlreiche andere Forschungseinrichtungen treiben das Magnesium-Pendant voran.

Bild: © malp/Adobe Stock

Das Fraunhofer-IWKS entwickelt gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung nachhaltige Prozesse für ein vollständiges Recycling der Komponenten von Elektrofahrzeugen. Schwerpunkt der Arbeiten ist das Recycling und die Wiederverwertung von Funktionsmaterialien aus Hochleistungsmagneten und Energiewandlungssystemen. In Hanau wird jetzt ein nachhaltiges „Zentrum für Demontage und Recycling – Elektromobilität“ (ZDR-EMIL) als Teil des Fraunhofer-IWKS aufgebaut und den regionalen Unternehmen aus Hessen verfügbar gemacht.

Automatisierte Prozesse

„Mit dem ZDR-EMIL werden automatisierte und flexible Demontage- und Recyclingprozesse für alle Komponenten aus Elektrofahrzeugen entwickelt. In Kooperation mit der regionalen Industrie können wir so eine hohe Recyclingeffizienz unter den Gesichtspunkten von Wirtschaftlichkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit erreichen“, erklärt Projektleiter Jörg Zimmermann.

Wichtig ist laut Zimmermann, alle Materialien zurückzugewinnen. Dies beinhalte die wertvollen kritischen Metalle, aber auch Konstruktionswerkstoffe wie Kunststoff, Aluminium und Stahl, die in weitaus größerer Menge enthalten sind.

Förderung vom Land

Das Zentrum erhält eine Förderung des hessischen Wissenschaftsministeriums. Laut Ministerin Angela Dorn (Grüne) gehört es zu den zentralen Aufgaben, nachhaltig mit Materialien und Ressourcen umzugehen. Das gelte vor allem für die Elektromobilität: „Hier müssen wir dringend die Lebensdauer von Batterien signifikant erhöhen und das Batterierecycling verbessern“, so die Ministerin. Mit dem Hanauer Zentrum bekämen die Wissenschaftler des Fraunhofer IWKS dafür noch bessere Forschungsbedingungen. (wa)

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