EnBW-Chef Frank Mastiaux (l.) und der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann am heutigen Donnerstag bei der Übergabe des Förderbescheids für die Realisierung von urbanen Schnelllade-Parks.

EnBW-Chef Frank Mastiaux (l.) und der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann am heutigen Donnerstag bei der Übergabe des Förderbescheids für die Realisierung von urbanen Schnelllade-Parks.

Bild: © EnBW/Bernd Eidenmüller

Das Land Baden-Württemberg fördert das Pilotprojekt für urbane Schnelllade-Parks mit einem Zuschuss von 30 Prozent, teilte das Stuttgarter Verkehrsministerium in einer Presseerklärung mit. Die EnBW investiere rund 10 Millionen Euro in das Projekt. Den Förderbescheid für übergab Verkehrsminister Winfried Hermann MdL am heutigen Donnerstag EnBW-Chef Frank Mastiaux.

"Mit den urbanen Schnellladeparks machen wir einen weiteren großen Sprung zu einem starken und sicheren E-Ladenetz im Lande", wird Hermann in der Mitteilung zitiert. Besonders hervorzuheben sei an diesem Projekt der Ansatz der urbanen Standorte. Das sind städtische Standorte, an denen eine hohe Nutzungsdichte und -mischung vorliegt, zum Beispiel Wohnen, Freizeit, Kultur und Versorgung, so der Verkehrsminister.

Ladeleistung von bis zu 300 Kilowatt

"Die Verkehrswende ist ein wesentlicher Beitrag für die Zukunft unseres Klimas. Deshalb investiert die EnBW bereits seit Jahren in den Aufbau von Ladeinfrastruktur", erklärte EnBW-Chef Frank Mastiaux laut der Mitteilung.

Insgesamt 16 Städte in Baden-Württemberg sollen mit den "Schnelllade-Hubs" ausgestattet werden, darunter Stuttgart, Heidelberg, Konstanz und Mannheim. Die Ladeparks bieten mehreren Autofahrern die Möglichkeit, gleichzeitig zu laden und verfügen über eine Ladeleistung von bis zu 300 Kilowatt.  Leere Auto-Akkus könnten innerhalb weniger Minuten wieder aufgetankt sein, heißt es in der Pressemitteilung.

Intelligentes Lastmanagement

Zudem fungierten die Hubs als Forschungsstationen: Sie ermöglichten durch ein intelligentes Lastmanagement das optimierte und kosten- und energieeffiziente Laden aller angeschlossenen Fahrzeuge. Die Pilotstandorte trügen so nicht nur zur Verdichtung des baden-württembergischen Ladeinfrastrukturnetzes bei, sondern würden zudem helfen, das Nutzer- und Ladeverhalten von E-Autofahrern zu analysieren.

So könnten in möglichst kurzer Zeit eine hohe Zahl E-Autos geladen und die Auswirkungen auf die daraus resultierenden Netzlasten untersucht werden.

Inbetriebnahme des ersten Schnelllade-Hubs im Herbst

Der erste Schnelllade-Hub werde derzeit in der Keplerstraße, einer zentralen Verkehrsader der Stuttgarter Innenstadt, realisiert, seine Inbetriebnahme sei für den Herbst geplant. Ihm sollten noch in diesem Jahr ein weiterer Hub am Stuttgarter Rotebühlplatz sowie Standorte in den Stadtzentren von Karlsruhe, Ulm und Friedrichshafen folgen, heißt es in der Pressemitteilung. (hcn)

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