Die Gesellschafter des Joint-Venture Emonvia bei der Vertragsunterzeichnung (von links): Rainer Kleedörfer (N-ERGIE), Manfred Tropper (Mantro),  Stefan Schlutius (ABL).

Die Gesellschafter des Joint-Venture Emonvia bei der Vertragsunterzeichnung (von links): Rainer Kleedörfer (N-ERGIE), Manfred Tropper (Mantro), Stefan Schlutius (ABL).

Bild: © N-ERGIE/Claus Felix

Ob Gewerbe oder Verwaltungen – der Bedarf an individuellen, skalierbaren und modularen Lösungen für den Aufbau und die intelligente Steuerung von Ladepunkten wächst. Diese Nachfrage wollen die Nürnberger N-Ergie, der fränkische Ladesäulen-Hersteller ABL und der Company Builder Mantro (ein Unternehmen, das Start-ups gründet und aufbaut) mit dem Joint-Venture Emonvia GmbH bedienen. Das neue Unternehmen wurde Ende vergangener Woche ins Handelregister eingetragen und hat seinen Sitz in München. Hauptzielgruppe sind Unternehmen, Organisationen und Behörden, die eine größere Anzahl von Ladepunkten planen und betreiben. Speziell für Stadtwerke wird ein maßgeschneidertes White-Label-Produkt angeboten, teilt N-Ergie auf ZfK-Anfrage mit.

Monitoring, Reporting, Visualisierung

Das Lösungsspektrum von Emonvia reicht dabei vom Monitoring über die Abrechnung und Integration des Systems in das bestehende Fuhrparkmanagement bis zum Last- und  Lademanagement für die effiziente und netzanschlussgerechte Steuerung der Ladevorgänge. Beispielhaft dafür steht laut N-Ergie der Flakons-Glashersteller Heinz-Glas in Kleintettau. Beim Global Player hat der Nürnberger Regionalversorger beipielsweise an drei Unternehmensstandorten eine vernetzte Ladeinfrastruktur errichtet. Das stufenweise erweiterbare, webbasierte Kundenportal ermöglicht neben dem Monitoring und Reporting auch die Visualisierung der einzelnen Ladepunkte und -vorgänge.

"Mit mehr als 100 Elektrofahrzeugen betreiben wir eine der größten Flotten bundesweit. Diese steuern wir bereits mit der modular erweiterbaren Plattform, die wir mit Mantro entwickelt haben. Diese möchten wir jetzt auch unseren Kunden anbieten", erklärt Rainer Kleedörfer, Prokurist bei der N-Ergie und Geschäftsführer der N-Ergie Regenerativ GmbH. N-Ergie und ABL sind mit je 45 Prozent an Emonvia beteiligt, die restlichen 10 Prozent hält Mantro. Durch die Beteiligung sichert sich N-Ergie die direkte Mitsprache bei der Weiterentwicklung der E-Mobilität im Sinne ihrer Kunden sowie eine bessere Netzverträglichkeit, "zum anderen werden wir so aktiver Teil der Wertschöpfung", heißt es auf Anfrage.

Stadtwerke können verschiedenste Kundengruppen ansprechen

Die Plattform von Emonvia sei sehr ganzheitlich und konsequent vom Kunden her gedacht worden. Dabei liege der Fokus auf einfachen Prozessen und Klarheit des gesamten Systems. Durch den modularen Aufbau werde den verschiedensten Kundengruppen ein optimaler Nutzen ermöglicht. Stadtwerke beispielsweise könnten mit Hilfe des geplanten White-Label-Produkts den verschiedensten Kundengruppen in ihrem Versorgungsgebiet eine optimale Lösung anbieten. "Für den Kunden ist es wichtig, dass am Ende alle Komponenten sehr gut zusammenwirken", teilt N-Ergie mit. Eine Konstellation bestehend aus Hardwarehersteller, Energieversorger und IT-Spezialist habe hier Vorteile gegenüber einem Alleingang aus den drei Bereichen.

N-Ergie versteht sich als Vorreiter auf dem Gebiet der Elektromobilität. Für die Energiewirtschaft würden zudem digitale und IT-lastige Geschäftsmodelle immer wichtiger, heißt es. In diese Richtung entwickle sich auch N-Ergie, heißt es. Aufgrund ihrer Speicher- und Ladestruktur stärke die E-Mobilität zudem eine dezentral ausgerichtete Energiewende. Der Regionalversorger erhält nach eigenen Angaben aktuell sehr viele Nachfragen nach modularen Infrastruktur-Lösungen, unter anderem von Logistikzentren und Paketdiensten, Fuhrparkmanagern, Elektrikern, Pflegediensten, Hotels und Restaurants, aus der Wohnungswirtschaft, von Industrieunternehmen und kleineren Stadtwerken, aber auch für Garagen und Carpots zuhause. (hoe)





Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper