Intelligente Ladeinfrastruktur stand im Fokus des Projekts GELaZ (Gemeinschaftsdienliche E-LadeZellen). An drei verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg wurde geforscht. Beteiligt waren das International Solar Energy Research Center Konstanz, die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und das Reutlinger Energiezentrum (REZ). Die Testphase des Projekts wird zum Jahresende abgeschlossen; die Ladeinfrastruktur, die während der Laufzeit seit 2019 entstand, steht dann auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Im Rahmen des Pilotprojekts hat das REZ ein Netzanbindungs- und Messkonzept erarbeitet, um die Ladesäulen der Hochschule mit Strom zu versorgen. Diese Lösung sei gegenüber der üblichen Praxis, die Stromversorgung über einen eigenen Netzanschlusspunkt zu realisieren, ökologisch, wirtschaftlich und technisch deutlich günstiger. Zudem erspare es der Allgemeinheit hohe Kosten. Das Vorgehen diene den Landesbetrieben Vermögen und Bau Baden-Württemberg und Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg nun als Muster für die weitere Erschließung des landeseigenen Parkraums in ganz Baden-Württemberg.
Verbrauch und Erzeugung werden optimiert
Darüber hinaus wurde die Ladeinfrastruktur in das Virtuelle Kraftwerk Neckar-Alb an der Hochschule Reutlingen integriert. Energieverbrauch und -erzeugung aus der Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk werden sektorenübergreifend für die gesamte Hochschule samt Parkplatz optimiert. So werden auch die lokalen Netze weniger stark belastet, heißt es in einer Meldung des REZ.
Mit dem Virtuellen Kraftwerk Neckar-Alb lernen Studierende zusammen mit der neu eingebundenen Ladeinfrastruktur ganz praktisch, wie die Themen E-Mobilität, Energiesysteme der Zukunft und Lastmanagement ineinandergreifen. Auch erste studentische Forschungsarbeiten seien schon entstanden. (wa)



