Die kurzen Distanzen der Pflegedienste seien ideal für Elektromobilität, meint NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart.

Die kurzen Distanzen der Pflegedienste seien ideal für Elektromobilität, meint NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart.

Bild: © Tim Reckmann/pixelio.de

Wenn der Betreiber eines virtuellen Kraftwerks mit 5500 dezentralen Energieerzeugern- und Verbrauchern sich mit einem IT- und E-Mobilitätsspezialisten zusammen tut, dann hat Tennet zu einem Leuchtturmprojekt aufgerufen. Next Kraftwerke und das Unternehme Jedlix arbeiten an einer Möglichkeit E-Auto-Batterien als Speicher oder Last zur Stablisierung der Stromnetzte einzusetzen.

2019 soll es losgehen: Innerhalb von zwei Jahren wollen Next Kraftwerke aus Köln und ihre niederländischen Partner automatisch Sekundärregelleistung über die E-Flotte von Jedlix anbieten. Dabei übernehmen die rheinländischen Direktvermarkter die Anbindung der smarten Ladebox an den Übertragungsnetzbetreiber Tennet und vermarktet die vernetzte Leistung am Regelenerigemarkt. Jedlix steuert je nach Angebot und Nachfrage die Ladevorgänge der E-Autos über seine Plattform.

Prognosen anhand von Echtzeitdaten

In der Praxis bedeutet das: Ist das Fahrzeug mit der Jedlix-Plattform verbunden, können die Software-Spezialisten den Ladevorgang intelligent steuern. Je nachdem, ob gerade Strom im Netz benötigt wird oder zu viel Energie fließt, kann die Batterie nur teilweise oder voll geladen werden und das Auto als Lieferant oder Verbraucher von Energie eingesetzt werden. Dem E-Autofahrer werden alle Fahrzeuginformationen und Daten über die zugehörige Jedlix-App angezeigt. Für eine möglichst genaue Abstimmung überträgt die smarte Lademöglichkeit die Ladeeinstellungen und Daten in Echtzeit an die Leitzentrale von Jedlix.

Jedlix kann anhand der Echtzeitübertragung Prognosen über die vorgehaltene Leistung generieren. Next Kraftwerke wiederum nutzen diese Vorhersagen für Gebote bei der Regelenergieauktion. Bei Abweichungen greifen die Kölner auf andere Reserven aus dem Kraftwerks-Pool zurück. Damit sich auch genügend E-Autofahrer bereit erklären, ihre Batterien als Zwischenspeicher zur Verfügung zu stellen, werden sie im Rahmen des Pilotprojekts finanzielle unterstützt. (ls) 

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