Die Zellen für die Fertigung von Batterien für E-Fahrzeuge in Europa werden bisher meist aus Asien importiert.

Die Zellen für die Fertigung von Batterien für E-Fahrzeuge in Europa werden bisher meist aus Asien importiert.

Bild: © Akasol

Die Landesregierung will ein vom Bund ausgelobtes Forschungsprojekt zur Fertigung von Batteriezellen nach Ulm holen. Das grün-schwarze Kabinett beschloss am Dienstag, die gemeinsame Bewerbung zweier Forschungsinstitute aus dem Südwesten zu unterstützen, und sicherte dafür bis zu 185 Mio. Euro zu. Die Rückendeckung des Landes ist die Voraussetzung dafür, dass sich das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an der Ausschreibung des Bundesforschungsministeriums beteiligen können. Der Bund stellt eine halbe Mrd. Euro dafür zur Verfügung.

"Die Batterietechnologie ist eine Schlüsseltechnologie", betonte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Auf diesem Feld Kompetenzen aufzubauen, werde wettbewerbsentscheidend für die Zukunft sein, sagte sie. Andere Bundesländer schicken ebenfalls Konzepte ins Rennen. Baden-Württemberg sei in Sachen Batterieforschung aber schon sehr weit und Ulm sei bundesweit einer der wesentlichen "Batterie-Hotspots".

Entscheidung folgt Ende Juni

Bekommt der Südwesten den Zuschlag, stellt das Land Grundstück und Gebäude bereit. Die Bewerbungsfrist läuft Mitte Mai ab. Entschieden werden soll dann bis Ende Juni. Hoffmeister-Kraut sagte, es geht auch darum, sich nicht von asiatischen Batteriezellen-Herstellern abhängig zu machen. Vor allem die Autoindustrie, aber auch zum Beispiel die Produzenten von Elektrowerkzeugen oder Haushaltsgeräten, brauchen massenhaft Batteriezellen, wollten sie zumindest bisher aber aus Kostengründen nicht selbst herstellen. (dpa/ls)

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