Ein schwieriges Quartal gab es für die Elektromobilität vor allem in China und den USA.

Ein schwieriges Quartal gab es für die Elektromobilität vor allem in China und den USA.

Bild: © Ralf Geithe/AdobeStock

Die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos ist weltweit zum ersten Mal seit fünf Jahren zurückgegangen, heißt es im "E-Mobility Sales Review" des Beratungsunternehmens PwC, der quartalsweise erscheint. Die regelmäßige Analyse erfasst die Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Hybrid-Autos in den weltweit wichtigsten Märkten. Batteriebetriebene Elektroautos verzeichneten dabei im dritten Quartal einen Rückgang von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, Plug-in-Hybride gingen sogar um 23,8 Prozent zurück.

Ein urbanes Phänomen

"Unsere Ergebnisse bestätigen weiterhin: Der Hochlauf und das Angebot der neuen E-Fahrzeuge treffen auf ein extrem schwieriges wirtschaftliches Umfeld", analysiert Felix Kuhnert, Global Automotive Leader bei PwC. Die Entwicklung in einzelnen Regionen und Ländern verlaufe dabei sehr unterschiedlich. "E-Mobilität ist bisher ein urbanes Phänomen, das vermehrt in der Peripherie von US-Großstädten oder in Deutschland im Speckgürtel von Großstädten wie München und Hamburg auftritt", ergänzt Kuhnert.

China, der weltweit führende Markt für E-Autos und leichte Nutzfahrzeuge mit Batterieantrieb, verzeichnete einen massiven Rückgang je nach Segment zwischen 15 und 30 Prozent. Die Regierung in Peking hatte Subventionen für Käufer zurückgenommen. PwC geht jedoch mittlerweile eher von einem aufschiebenden Effekt aus, bis Preise und Angebote neu strukturiert sind.

In Europa geht es weiter aufwärts

Anders in Europa: Dort zeige der Markt eine anhaltend positive Entwicklung. In den Märkten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien sowie den Leitmärkten Norwegen und den Niederlanden legten die reinen "Stromer" im dritten Quartal um durchschnittlich etwa 100 Prozent zu. Entgegen früherer Erwartungen dominieren die rein batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeuge den Markt gegenüber Plug-in-Hybriden. Insbesondere bei kleineren Modellen zeigten sich die Betriebskostenvorteile am deutlichsten.

In den USA war der Markt wie in China rückläufig: bei batterieelektrischen Fahrzeugen um 15,5 Prozent und bei Plug-in-Hybriden um fast 30 Prozent im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres. Hauptproblem dort: Die meisten elektrischen Fahrzeuge werden als Pkw angeboten. Der Markt verlange aber elektrische SUV, die noch in zu geringer Anzahl verfügbar sind. (wa)

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