Jan Toschka von Shell verkündet den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Jan Toschka von Shell verkündet den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Bild: © Shell Deutschland Oil GmbH

"Zukünftig werden Kunden ihr Elektroauto binnen weniger Minuten an Shell-Stationen aufladen können", sagt Jan Toschka, Chef des Shell-Tankstellengeschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In einem ersten Schritt werden nun deutschlandweit 50 Schnellladesäulen mit 100 Ladepunkten an Tankstellen errichtet. Doch das sei nur der Anfang, betont Toschka in einer Shell-Mitteilung.

In Zusammenarbeit mit dem Energieversorger und Ladeinfrastrukturbetreiber EnBW will das Unternehmen Schnellladesäulen mit einer Leistung von 150 kW und mehr errichten. An den High Power Chargern (HPC) werden zukünftig in sechs bis acht Minuten zwei E-Autos gleichzeitig Strom für eine Reichweite von rund 100 km laden können. Bei nur einem Fahrzeug, das dann mit 300 kW lädt, verringert sich die Ladezeit auf drei bis vier Minuten. Die HPC sollen über CCS-, CHAdeMO- und einen AC-Anschluss (Typ 2) verfügen.

Bisher kein Angebot in Deutschland

Die Tankstellenkonzerne hatten sich beim Aufbau von Ladeinfrastruktur bisher zurückgehalten, da die langen Ladezeiten eine schnelle Abfertigung mehrerer Kunden unmöglich machten. Shell hatte bisher nur an ausgewählten Tankstellen in Großbritannien, den Niederlanden und China batterieelektrisch fahrende Kunden unter dem Label "Shell Recharge" versorgt.

Auf den neuen Ladesäulen in Deutschland wird "Shell Recharge in Kooperation mit EnBW" stehen. Die EnBW wird dabei für die ladenden Kunden 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien garantieren. (pm)

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