Besonders ältere Menschen sind bei Stürzen von Pedelecs gefährdet.

Besonders ältere Menschen sind bei Stürzen von Pedelecs gefährdet.

Bild: © RioPatuca Images/Adobe Stock

Für Fahrer von Mopeds, Elektroscootern und bestimmten Pedelecs beginnt am 1. März ein neues Versicherungsjahr. Eigentlich, so heißt es beim Versicherer DEVK, ist die Schadenbilanz bei Pedelecs ähnlich wie bei Mopeds. Für beide gilt: Das Unfallrisiko hängt stark davon ab, wer fährt.

Die meisten Elektrofahrräder sind Pedelecs, die auf 25 Stundenkilometer gedrosselt sind. Die sind für Versicherer weniger interessant. Es gibt aber auch sogenannte S-Pedelecs. Die fahren bis zu 45 Stundenkilometer schnell und brauchen ein Mopedkennzeichen.

Kaum Unterschiede zwischen E-Bike und S-Pedelec

Sind Fahrerinnen und Fahrer auf S-Pedelecs im Straßenverkehr gefährdeter als auf anderen Rädern? Für die Antwort hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) vier Wochen lang das Fahrverhalten von 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 16 bis 83 Jahren untersucht. 49 Personen waren dabei mit einem E-Bike unterwegs, zehn mit einem S-Pedelec. Die Unterschiede bei Nutzung, gefahrener Wegstrecken und Geschwindigkeiten waren gering.

Allerdings zeigen Daten der Datenbank Statista, dass es immer häufiger zu Todesfällen kommt. Zwischen 2010 und 2020 ist die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrerinnen und Radfahrer um fast 17 Prozent gestiegen. Besonders betroffen sind Menschen über 65 Jahre.

Schwierigkeiten mit dem Handling

Mit Hilfe von Motorunterstützung sind die älteren Herrschaften oft schneller unterwegs als sie es aus eigener Kraft schaffen würden. Sie verunglücken daher bei höheren Geschwindigkeiten. „Viele Seniorinnen und Senioren freuen sich über neu gewonnene Mobilität, haben dann aber Schwierigkeiten mit dem Handling des Pedelecs“, sagt UDV-Leiter Siegfried Brockmann.

Sein Tipp: Ältere Fahrerinnen und Fahrer könnten selbst für mehr Sicherheit sorgen, indem sie Trainingsveranstaltungen besuchen, beispielsweise bei den Verkehrswachten. Außerdem sollten sie immer einen Helm tragen.

Bei E-Scootern zeigen aktuelle Auswertungen vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dass die durchschnittliche Schadenhöhe ähnlich ist wie bei Mofas und Mopeds. Im Schnitt zahlten die Kfz-Haftpflichtversicherer 2020 fast 4000 Euro pro Schadenfall. (wa)

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