Im Rahmen eines neuen Förderkonzeptes unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Regionen und Kommunen auf ihrem Weg in die Wasserstoffwirtschaft. Der Umfang und die Art der Förderung variieren je nach Wissensstand. Die Resonanz auf das Programm ist sehr groß. 138 Regionen wollen sich beispielsweise bei der Erstellung eines regionalen Konzeptes und dem Aufbau einer Akteurslandschaft vor Ort unterstützen lassen – sprich, sie wollen ein sogenannter "HyStarter" werden. Letztlich werden aber nur neun Regionen ausgewählt, teilt die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) in einer Pressemitteilung mit.
Bis Ende Februar hatten interessierte Regionen ihr Interesse an einer Teilnahme anmelden können. "HyStarter" entwickeln kommunale respektive regionale Konzepte zur Integration von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie auf Basis erneuerbarer Energien. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Verkehrsbereich, aber auch bei Wärme, Strom und Speicher (Sektorenkopplung). Bei der Konzepterstellung werden die noch auszuwählenden neun Kandidaten organisatorisch und technisch beraten. Die Teilnahme ist unabhängig von Vorerfahrungen möglich.
Die aussichtsreichsten Strukturvoraussetzungen
Im Mai startet nun das Auswahlverfahren. Alle Interessenten werden dann kontaktiert, um die bestehende Motivation zu erhärten und den Auswahlprozess zu starten. Gute Chancen haben Bewerber, die eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweisen: Küstenland (Windenergie), Braunkohlerevier (Strukturwandel), Prägung durch Automobilindustrie (Arbeitsplätze), Metropolregion (Mobilität), mittelständisch geprägte Region (Investitionsbereitschaft) sowie Grenzregion (europäische Vernetzung).
Neben den "HyStartern" sind im Rahmen des Programms auch Fördermöglichkeiten für Regionen, die bereits erste Erfahrungen mit Wasserstofftechnologie gemacht oder schon umsetzungsfähige Planungen erarbeitet haben, vorgesehen. Für diese sogenannten "HyExperts" respektive "HyPerformer" startet im Frühjahr eine eigenständige Wettbewerbsphase. Die gesamte Regionenförderung erfolgt über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Weitere Informationen zu den Wasserstoffregionen finden Sie hier. (hoe)



