Parkraum-Betreiber Apcoa will aus seinen Parkhäusern und Parklplätzen mehr machen als nur Abstellplätze für Autos. Die Flächen sollen für urbane Logistik, Mobilität, Elektroladeinfrastruktur und Technologiedienstleistungen geöffnet werden. Strategische Partner für dieses Projekt sind Unternehmen wie Bosch, BVG, Daimler, Eon, Here, Sixt oder UFO Drive.
Um eigene Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen, erhalten strategische Partner Zugang zur physischen und digitalen Infrastruktur von Apcoa, teilt das Unternehmen mit. Aus Parkhäusern werden „Hubs“, die Parken mit Logistik- und Technologiedienstleistungen, Shared-Mobility-Plattformen und Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge kombinieren.
Partner können Flächen mieten
Apcoa-Manager Frank van der Sant schwebt eine Art «Shop-in-Shop»-Konzept in Anlehnung an große Kaufhäuser vor. Kleine Anbieter sollen die Parkflächen entweder dauerhaft oder für bestimmte kürzere Zeiträume mieten können, um dann dort ihre Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Aus van der Sants Sicht profitieren davon beide Seiten. «Wir gewinnen mehr Auslastung, die können die Flächen flexibel nutzen», sagte er.
Denkbar ist etwa, die Flächen als zentral und verkehrsgünstig gelegener Umschlagplatz für Logistik-Unternehmen zu nutzen. Für Städte wäre dies eine Möglichkeit, den Lieferverkehr mit Lastwagen und Transportern aus den ohnehin verstopften Stadtzentren herauszuhalten.
Innenstädte zunächst im Fokus
Der Fokus liege zunächst auf Parkhäusern im innerstädtischen Bereich. Diese Standorte bieten das größte Potenzial, um die Effizienz der Last-Mile-Logistik zu verbessern, den innerstädtischen Logistikverkehr zu reduzieren und damit eine deutliche Senkung der CO2-Emissionen zu erreichen.
Durch den Ausbau der Elektroladeinfrastruktur erhalten laut Apcoa Stadtbewohner und Pendler ohne eigenen Stellplatz oder Ladestation ein passendes Angebot. Erst mit einem garantierten Zugang zu dieser Infrastruktur werde die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs attraktiv.
In den nächsten Jahren will Apcoa sein Netz von mehreren hundert „Urban Hubs“ in ganz Europa kontinuierlich ausbauen. (wa mit Material von dpa)



