Has-to-be will Firmenflotten elektrifizieren.

Has-to-be will Firmenflotten elektrifizieren.

Bild: © scharfsinn86/stock.adobe.com

In norddeutschen Unternehmen gibt es bisher noch zu wenig Ladesäulen auf den Betriebsgeländen, damit ein Umstieg auf die E-Mobilität in Deutschland funktionieren kann. Das ergaben Recherchen des Norddeutschen Rundfunks (NDR).

Nur wenige sind richtig aktiv

Journalisten des NDR-Politikmagazins „Panorama“ und der NDR Sendung „Hallo Niedersachsen“ fanden heraus: Anfang Januar standen in Norddeutschland rund 2700 Ladepunkte auf Betriebsgeländen zur Verfügung. Davon entfiel allerdings die Hälfte auf nur zehn Unternehmen. Allein Volkswagen hatte zum Zeitpunkt der Abfrage im Norden 665 Ladepunkte, gefolgt von den Stromnetzbetreibern Avacon (199), swb Vertrieb Bremen (160), Stromnetz Hamburg (120) und Hansewerk aus Schleswig-Holstein (102).

Herausgefunden hatte der NDR das über eine Umfrage unter den 437 größten Unternehmen im Norden. 60 Prozent haben nach NDR-Angaben geantwortet. Die meisten hatten zehn Ladepunkte und weniger. 27 Prozent der Unternehmen, die Zahlen geliefert haben, hatten überhaupt keinen Ladepunkt.

Erst mal beobachten

Als Gründe nennen die Firmen, man „sehe keine Notwendigkeit zur Errichtung von Ladesäulen“, Aufstell- und Unterhaltskosten der Ladesäulen seien nicht wirtschaftlich, zudem seien Förderanträge zum Ausbau der Elektroladeinfrastruktur sehr langwierig. Viele wollen die weitere Entwicklung beim Aufbau der Elektromobilität erst beobachten und Investitionen prüfen.

Das Bundesverkehrsministerium gibt im Interview mit dem NDR zu: „Wir wissen, dass wir deutlich mehr machen müssen, wenn wir wirklich zehn Millionen Elektrofahrzeuge im Jahr 2030 mit Strom versorgen wollen in Deutschland.“ (wa)

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