Vor allem den europäischen Nachbarländern, darunter Dänemark, Estland, den Niederlanden und Schweden, wird eine Vorreiterrolle beigemessen.

Vor allem den europäischen Nachbarländern, darunter Dänemark, Estland, den Niederlanden und Schweden, wird eine Vorreiterrolle beigemessen.

Bild: © AndSus/AdobeStock

Durch den Umbau der Stromerzeugung im Rahmen des Erneuerbaren-Ziels 2030, die Modernisierung der Energienetze, den Aufbau öffentlicher E-Ladeinfrastruktur sowie das Entwickeln einer Wasserstoffwirtschaft entstehen laut einer BDEW-Studie signifikante Wachstums- und Beschäftigungseffekte. Insgesamt würden die hierfür notwendigen Maßnahmen bis 2030 Investitionen in Höhe von insgesamt 320 Mrd. Euro auslösen, heißt es in einer am Mittwoch vorgestellten Analyse. Profitieren würden demnach nicht nur die Energiewirtschaft, sondern auch zahlreiche andere Branchen wie die Bauwirtschaft, der Maschinenbau und der Dienstleistungssektor.

Darüber hinaus würden dadurch rund 270.000 Jobs in den verschiedenen Wirtschaftssektoren allein in Deutschland geschaffen. Die genannten Zusatzinvestitionen sorgten für eine Steigerung der Wertschöpfung in Deutschland um jährlich rund 0,6 Prozent. Auf die einzelnen Sektoren runtergebrochen müssen von 2020 bis 2030 Jahr für Jahr bei der Erzeugung 177 Mrd. Euro, in die Netze 123 Mrd. Euro, in die Ladeinfrastruktur zehn Mrd. Euro und in den Bereich "Grüne Gase" zwölf Mrd. Euro investiert werden.

EEG-Umlage auf maximal 5 Cent deckeln

Um die Konjunktur anzukurbeln, fordert der BDEW unter anderem eine spürbare und verlässliche Entlastung der Strompreise. Die EEG-Umlage solle gesetzlich auf einem Niveau von maximal 5 Cent eingefroren und die Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum gesenkt werden. Weiterhin bestehende Hemmnisse für erneuerbare Energien müssten abgebaut sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.

Um den Leistungswegfall aufgrund des Atom- und des Kohleausstiegs mittelfristig zu kompensieren, bedarf es dem Verband zufolge mehr Gas-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Das entsprechende Gesetz biete zu wenig Investitionsanreize. (hil)

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